Conan der Cimmerier - Bd.7: Aus den Katakomben

Erschienen: Februar 2020

Couch-Wertung

7
Story
Zeichnung

Story

Howards letzte Conan-Story erfreut sich nicht umsonst großer Beliebtheit. Der redaktionelle Teil am Ende des Bandes beleuchtet die Entstehungsgeschichte, was durchaus interessant zu lesen ist.

Zeichnung

Im Großen und Ganzen echt sehenswert, was sich besonders in der farblichen Pastell-Gestaltung wiederspiegelt. Leider fehlt es optisch an Tempo, um in actionlastigen Parts zu überzeugen… und Conan sieht aus wie’n Otto.

Leser-Wertung

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Marcel Scharrenbroich
Auf Augenhöhe?

Comic-Rezension von Marcel Scharrenbroich Dez 2020

Vereinte Kräfte

Jaja, Conan und die Frauen. Ein zweischneidiges Schwert. Schwert, ja? Verstehen Sie? Conan… Schwert… egal. Jedenfalls ist unser Lieblings-Barbar wieder nicht allein unterwegs. Der Schlingel. War er in der Vergangenheit schon mit der Piratin Belit, der Königin der schwarzen Küste, der Tochter des Frostriesen oder jüngst erst Olivia unterwegs, trifft er nun auf Valeria. Ein Name, bei dem es bei Conan-Kennern klingeln dürfte. Bereits in der ersten Schwarzenegger-Verfilmung von John Milius trat Valeria an der Seite von Conan auf. Für ihre Darstellung wurde die US-Schauspielerin Sandahl Bergman sowohl mit einem Golden Globe, sowie dem Saturn Award ausgezeichnet. Interessant ist, dass Bergman nur drei Jahre später als Antagonistin wieder auf ihren damaligen Co-Star Arnold traf. Diesmal als Königin Gedren im Fantasy-Klopper „Red Sonja“ von Richard Fleischer. Eine Figur, die wiederum lose auf „Red Sonya“ basiert, die ebenfalls von Conan-Schöpfer Robert E. Howard ins Leben gerufen wurde. Noch heute treibt die Sonja mit „j“ in den Comics des US-Verlags DYNAMITE ihr Unwesen.

Mitten im tiefbewaldeten Darfar stellt Valeria den muskelbepackten Barbaren. Irrtümlich nimmt sie an, dass man Conan auf sie angesetzt hätte, da sie sich auf der Flucht befindet. Das Missverständnis klärt sich allerdings schnell auf, doch obwohl man sich bereits kennt, bleibt keine Zeit für Plaudereien aus dem Nähkästchen. Im Wald stoßen sie auf einen gigantischen Drachen, der scheinbar nicht gut auf Fremde zu sprechen ist. Sein Appetit auf Pferde verdeutlicht dies. Gerade noch gelingt es Valeria und Conan, sich auf eine Anhöhe zu retten, die das Biest nicht erreichen kann. Doch um zu der befestigten Stadt zu kommen, die sie von ihrer Position in der Ferne erspähen, müssen sie durchs Dickicht und somit auch am hungrigen Widersacher vorbei. Der ungewohnt redselige – und auch ungewohnt clevere – Conan greift zwar zu einer List, kommt aber nicht dran vorbei, mit dem Drachen auf Tuchfühlung zu gehen. Immerhin ist er f***ing Conan und trägt sein Schwert nicht zum Spaß spazieren.

Es gelingt dem Duo, die Stadt zu erreichen. Doch was sie vorfinden ist nicht das, was sie erwartet hätten. Nachdem man sich unsanft Zutritt verschafft hat, stehen Valeria und Conan in einer riesigen, fensterlosen Halle. Während Conan beschließt, die angrenzenden Räume zu erkunden, nutzt Valeria die Zeit, um ein wenig zu rasten. Allerdings währt diese Ruhe nicht lange… Aufgeschreckt von Stimmen, geht sie den Lauten nach. Gerade noch gelingt es ihr, einen jungen Eingeborenen vor einer Gestalt mit flammendem Schädel zu retten. Wie sich herausstellt, trug der Angreifer einen verfluchten Helm. Der Gerettete will Valeria anschließend mit sich nehmen, in Sicherheit, denn dort wo der schwertschwingende Helmträger herkam, gibt es noch mehrere, die ihm folgen. Zu spät für eine Flucht. Schon bald sind sie von Feinden umzingelt. Also müssen die Schwerter sprechen… und wo es Kampfgetümmel gibt, ist Conan nicht weit. Noch ehe sie sich versehen, stecken die beiden knietief in einem Krieg zweier verfeindeter Völker.

Conan der Zerstörte

Obwohl es sehr viel Gutes über die künstlerische Umsetzung von Didier Cassegrain zu berichten gibt, muss ich die Punkte ansprechen, die mir etwas aufgestoßen sind. Da wäre zuerst Conan himself. Der sieht nämlich aus, wie im Dunkeln zusammengebaut. Ja, Conan sah schon immer eher rau und kantig aus, schon klar, aber der ansonsten wirklich schöne Pastell-Look spielt ihm nicht besonders in die Karten. Andere Charaktere kommen da (meist) deutlich besser weg. Der zweite Punkt wäre die fehlende Dynamik. Selbst die actionlastigen Sequenzen wirken wie Standbilder… was sie im Grunde ja auch sind, aber mit ein paar Kniffen aus der künstlerischen Trickkiste (Bewegungslinien, leichte Unschärfe) wäre da einiges mehr drin gewesen. Speziell im ersten Drittel ist die Umgebung dafür sehr gelungen, bevor es nachher, den Umständen entsprechend, etwas spartanischer ausfällt. Die Kolorierung hingegen ist hervorragend! Weiche Farbübergänge und atmosphärische Beleuchtung. Hier trifft Cassegrain in jeder Situation den richtigen (Farb)ton.

Trotz kleinerer Mäkeleien ist „Aus den Katakomben“ ein optisch gelungener Band. Generell gefällt mir die Bandbreite der Künstler, die dem „europäischen“ Conan immer wieder neue Facetten abringen. Jedes Mal aufs Neue eine stilistische Wundertüte. Da ist es auch zu verschmerzen, wenn Conan mal aussieht, wie mit der Trompete geföhnt.

In aller Munde

Conan hier, Conan da, Conan trallala. Seitdem der Cimmerier wieder steil ins MARVEL-Universum gegrätscht ist, kommt man kaum noch an ihm vorbei. Bereits ins Deutsche übersetzt, sind „Conan“-Einzelbände auf dem Markt, ebenso Ongoing-Reihen wie „Conan der Barbar“ und „Savage Sword of Conan“. Hinzu kommt die „Age of Conan“-Serie, bei der sich ein Band sogar komplett Valeria widmet. Außerdem gibt es knüppeldicke Brocken, in denen gesammelt die alten Klassiker abgedruckt sind. Als i-Tüpfelchen dann die fortlaufenden „Savage Avengers“, denen Conan sich neuerdings ebenfalls angeschlossen hat. Ist halt ein vielbeschäftigter Mann, der Conan.

Mit den ursprünglichen Geschichten von Robert E. Howard haben diese Neuausrichtungen freilich in den meisten Fällen wenig zu tun. Aber vielleicht erhöht die unübersehbare Präsenz des Charakters die Chance, dass wir doch noch irgendwann Arnold Schwarzeneggers Wunsch-Projekt auf der Leinwand sehen werden. Nach seiner letzten Herz-OP hält der Äktschn-Veteran nämlich immer noch an den Plänen fest, ein drittes Mal den Cimmerier zu geben. Mal als „King Conan“ oder „Legend of Conan“ gehandelt, wird es allerdings schwer, wenn die Rechte noch in den Händen der Howard-Erben liegen. Hinzu kommt die Meldung, dass NETFLIX eine Serie um den Barbaren plant und dazu noch die Option hat, weitere Stoffe aus dem Howard-Fundus umzusetzen. In Spielfilm- und Serien-Form. Man darf gespannt sein… aber dann hoffentlich ohne „Avengers“ und bitte recht klassisch. So, wie die europäischen, in sich abgeschlossenen Comics es vormachen. Werkgetreu und trotzdem immer wieder frisch.

Fazit:

„Aus den Katakomben“ gilt unter Fans als eine der beliebtesten Storys. Ich will nicht sagen, dass es (anhand des Comics) die beste der bisherigen SPLITTER-Reihe ist, aber sie ist schon ziemlich gut. Auch wenn manchmal der historische Sexismus durchbricht, ist Valeria ein Charakter, der Conan - trotz der damaligen Zeit - die Stirn bieten kann. Einen bitteren Nachgeschmack hat die Tatsache, dass sich Robert E. Howard nach Beendigung der Geschichte das Leben nahm. Sie wurde 1936 posthum als „Red Nails“, so der Originaltitel, im Pulp-Magazin „Weird Tales“ veröffentlicht.

Conan der Cimmerier - Bd.7: Aus den Katakomben

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