Couch-Wertung

7
Story
Zeichnung

Story

Eine Erzählung aus Conans Königstagen. Wie alle Bände unanhängig voneinander konsumierbar und durchaus unterhaltsam. Bei der Story um Macht und Verrat liegt ein leichter Hauch von George R. R. Martin in der Luft… auch wenn dieser bei der Entstehung noch nicht mal geplant war.

Zeichnung

Der frankobelgische Stil will nicht recht zu einer Conan-Story passen. Da haben andere Zeichner deutlich experimentierfreudigere Visitenkarten hinterlassen. Lediglich Kolorierung und der gelungene Einsatz von Schatten heben das Werk übers Mittelmaß.

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Marcel Scharrenbroich
King Conan

Comic-Rezension von Marcel Scharrenbroich Apr 2020

„Nach einiger Zeit krönte er sich selbst zum König… doch das ist eine andere Geschichte.“

Mit diesen Worten endete 1982 der Film „Conan der Barbar“, der uns den gealterten Cimmerier auf einem Thron präsentierte. Gezeigt wurde uns seine Zeit als König bisher allerdings nicht, obwohl bereits seit zwei Jahrzehnten ein Drehbuch existiert, welches erneut aus der Feder von John Milius stammt. Dieser schrieb gemeinsam mit Oliver Stone schon das Script zum Original, bei dem er auch Regie führte. In der einzigen Fortsetzung – „Conan der Zerstörer“ aus dem Jahr 1984 – turnte der feine Herr Conan aber lieber mit Grace Jones durch die Pampa, während Richard Fleischer so langsam seine Regisseur-Karriere an den Nagel hängte und im Folgejahr mit „Red Sonja“ noch eine Trash-Schippe drauflegte. In beiden Streifen gab es ein Wiedersehen mit Arnold Schwarzenegger, aber von einem Krönchen keine Spur. Dazu muss gesagt werden, dass „Red Sonja“ quasi ein „Conan“-Spin-off war, da beide Charaktere von Pulp-König Robert E. Howard erdacht wurden. So sollte Sonjas männlicher Sidekick eigentlich Conan sein. Sollte, hätte, wäre, könnte… denn schon damals nahm man Lizenzstreitigkeiten nicht auf die leichte Schulter und benannte Arnies Schwertschwinger in Kalidor um. Zack, feddich… machte den Film aber auch nicht besser.

Wenn Arnold sich nicht gerade die Quarantäne-Zeit mit seinen beiden Mitbewohnern Whiskey und Lulu (ein Zwergpony und ein… Esel) vertreibt, wird die „steirische Eiche“ nicht müde, über eines seiner Lieblingsprojekte zu plaudern und somit Öl ins Feuer zu gießen. Er macht nämlich kein Geheimnis daraus, wie gerne er noch mal in die Rolle schlüpfen würde, die ihn einst in die A-Liga Hollywoods katapultierte. Denn entgegen vieler Meinungen war es nicht der „Terminator“, der ihm die Türen weit öffnete, sondern… „Hercules in New York“. NEIN, Quatsch! Es war natürlich „Conan der Barbar“. Ob und wie es zu einem königlichen Comeback kommt, müssen andere entscheiden. In jedem Fall sollte man nicht damit rechnen, dass Mr. Schwarzenegger noch mal das Schwert wie ein Zwanzigjähriger schwingt, denn mittlerweile hat der Action-Rentner schon stolze 72 Kerben in der Rinde. Aber ein „Logan“-ähnlicher Helden-Abgesang mit Spätwestern-Charme im hyborischen Barbaren-Setting hätte durchaus seinen Reiz…

Wie dem auch sei… auf Zelluloid hat der liebe Conan es nicht zum König geschafft, dafür aber in Robert E. Howards geschriebenen Vorlagen. Da diese keiner Kontinuität folgen, konnte Conan so ziemlich alles sein, ohne berufliche Auf- und Abstiege erklären zu müssen. So nahm er bereits in Howards Erzählung „Im Zeichen des Phoenix“ aus dem Jahr 1932 auf seinem Thron Platz. Ein Jahr später veröffentlichte das Magazin Weird Tales die Geschichte „Die scharlachrote Zitadelle“, in der Conan erneut als König Aquiloniens in Erscheinung trat. Und eben diese Erzählung liegt nun in Splitters „Conan der Cimmerier“-Reihe als Comic-Album vor…

Man reiche ihm ein Schwert

Flavio, der Spielmann des Königs, schafft es mit letzter Kraft und einem gehörigen Schrecken in den Knochen zurück in die Stadt. Vier Tage ist es her, dass der König mit einer Armee von 5.000 Kriegern loszog, um ein angrenzendes Königreich gegen einen Barbaren-Trupp zu unterstützen. Doch König Amalrus von Ophir hatte andere Pläne. Die tapferen Unterstützer, angeführt von Conan persönlich, liefen blindlings in eine Falle… und sahen sich 30.000 Widersachern entgegen. Ein ungleicher Kampf, dem sich ebenfalls zahlreiche Männer von König Strabonus und die Leibgarde des düsteren Hexers Tsotha-Lanti anschlossen. Zu Ungunsten der aquilonischen Armee.

Ein wahres Blutbad. Ein Gemetzel. Die 30.000 überrannten Conans überraschtes Gefolge und tauchten das Schlachtfeld in Blut und Gedärm. Nur ein Mann hielt die Stellung, rasend vor Wut und Kampfeslust: Conan. Mit Schwert und Axt bewaffnet, schlug er seinen Gegnern die Köpfe vom Rumpf. Bis zur völligen Erschöpfung setzte er sich zur Wehr… scheiterte aber letztendlich an der Magie des Hexers Tsotha-Lanti. Dieser hypnotisierte Conan, worauf die noch aufrechtstehenden Widersacher leichtes Spiel mit dessen Gefangennahme hatten. Einzig Flavio ließ der Hexer lebend zurück. Nur, damit er die Botschaft vom Tod des Königs überbringt. Und dass die Herrscher Amalrus und Strabonus kommen werden, um dessen Reich zu übernehmen.

Game of Crowns

Doch Conan ist nicht tot… noch nicht, denn er wird noch gebraucht. Seine Herrschaft ist vielen Leuten ein Dorn im Auge. Vor allem, da er sich die Krone mit Schweiß und Blut… vor allem mit Blut… erkämpft hat. Die adeligen Sprösslinge fühlen sich daher übergangen und bildeten eine Allianz zum Sturze von König Conan. Nun soll der Verratene eine Kapitulationserklärung zugunsten von Prinz Arpello unterzeichnen, dem Flavios panisch berichtete Neuigkeiten freilich nur ein müdes Lächeln abringen. Steckt er doch knietief drin in diesem Machtspiel.

Der gehörnte König Conan wird ins dunkelste Verlies der scharlachroten Zitadelle gesperrt, bis er bereit ist, seine Abdankung zu unterzeichnen. Und dort ist er nicht allein… Doch einen Cimmerier sollte man nicht zu früh abschreiben und schon gar nicht reizen! Fest entschlossen sein Königreich zu verteidigen, stellt Conan sich den monströsen und zahlreichen Gefahren.

Nicht wirklich „königlich“

Was das geniale Cover-Motiv verspricht, kann zwischen den festen Buchdeckeln leider nicht gehalten werden. Zu „frankobelgisch“ und steif wirkt die Inszenierung, sodass diese nicht recht zu einer „Conan“-Umsetzung passen will. Selbst die actionlastigen Passagen lassen den nötigen Drive vermissen, der eine Schlacht erst richtig episch machen würde. Das Äußere Conans will ebenfalls nicht wirklich passen. Zu klein wirkt der kantige Kopf für den klobigen Körper. Die klaren Linien lassen zwar die Umgebung detailliert erscheinen, lassen dafür aber das Geschehen statisch wirken. Die dunklen Passagen überzeugen dafür aber mit gelungenen Schattierungen und auch die düstere Farbgebung ist stets angemessen.

Im Anhang findet sich der obligatorische Bonusteil, der sich mit der Entstehung von Robert E. Howards Original-Erzählung befasst. Wie immer lobenswert, da die Texte stets interessant zu lesen sind.

Fazit:

Inhaltlich solide, haben wir mit dem fünften Band von Splitters „Conan der Cimmerier“-Reihe den optisch schwächsten Band vorliegen. Sammler der Reihe werden aber auch mit „Die scharlachrote Zitadelle“ keinen Fehlkauf tätigen, da die auf insgesamt 16 Bände angelegte Serie bisher keine wirklichen Ausfälle vorweisen konnte… und Geschmack ist ja immer subjektiv.

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