Asterix 38: Die Tochter des Vercingetorix

Erschienen: Oktober 2019

Couch-Wertung

8
Story
Zeichnung

Story

Die Handlung bezieht sich auf den aktuellen Generationenkonflikt. Dies mag zwar zum Nachdenken anregen, jedoch kann es auch zu viel des Guten sein.

Zeichnung

Die ansehnlichen Bilder sind leicht verfolgbar. Sie laden zum freudigen Lesen ein und schmeicheln jedem Asterix-Fan.

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Thomas Breuer
Jugend von damals

Comic-Rezension von Thomas Breuer Jan 1970

Über ein neues Abenteuer des kleinen Galliers dürfen sich die Fans auch heuer wieder freuen. Dieses Mal geht es um eine große gallische Persönlichkeit, oder besser gesagt um dessen Nachkommen. Genügend Zündstoff für das kleine gallische Dorf und seine Freunde.

Papa hat’s angerichtet

Im Schatten seines berühmten Vaters zu stehen ist schon für Söhne nicht leicht. Da ist es für Töchter im Jahre 50 vor Christus noch schwerer. Adrenaline ist in dieser Geschichte die Tochter des gallischen Anführers Vercingetorix. Dieser wurde in der Schlacht von Alesia – von der auch der gute Methusalix gern erzählt – geschlagen. Welcher Römer hat dies verbrochen? Niemand anderer als der gute, alte Julius Cäsar. Vor allem seine Füße können sich noch schmerzhaft an den Sieg erinnern.

Da wäre es natürlich von Vorteil, wenn der römische Herrscher die Tochter in die Finger bekommen würde, um sie zu einer anständigen Bürgerin Roms zu erziehen. Für die Gallier - und besonders für Adrenaline - kommt dies nicht in Frage. Zum Schutz wird sie in das wohlbekannte Dorf von Asterix und seinen unbeugsamen Freunden gebracht.

Asterix wer?

Ob Jung oder Alt, der kleine gallische Krieger mit dem blonden Bart sollte selbstverständliche jedem bekannt sein. Das Gegenteil trifft bei Vercingetorix zu. Einer der Running-Gags in diesem Band ist, dass immer wieder nicht klar ist, von wem gesprochen wird. Mit Aussagen wie: „Ihr wisst schon wen!“ kann schon ein Lächeln gezaubert werden.

Weniger zum Lachen hat Adrenaline. Sie fühlt sich im Dorf von Asterix wie eine Gefangene, obwohl sie schnell Freunde findet. Dieses Mal sind es nicht Asterix und Obelix mit deren Geheimwaffe Hund Idefix. Für die Kontaktaufnahme sind die beiden Söhne des Fischhändlers und der Sohn des Schmieds zuständig. Aspix und Surimix, sowie Selfix spiegeln eine junge Generation wider, die auch in unserem Jahrhundert leben könnte.

Kein Respekt, sowie schlechte Manieren!

Respektlos sind die jungen Menschen von heute! Statt zu arbeiten demonstrieren. Sich Gedanken über die Zukunft machen. Ihre eigenen Träume verfolgen. Solche Unsitten gab es vor Facebook, Instagram und Co. nicht. Von wegen… wer mal nach dem griechischen Philosophen Sokrates sucht, der wird ein wunderschönes Zitat finden, wie dieser über die Jugend lästert. Daher ist die heutige Jugend nicht die erste (und hoffentlich nicht die letzte) Generation, die für Furore sorgt.

Ferri und Conrad haben in ihrem vierten gemeinsamen Asterix Band dieses Thema aufgegriffen. Sie zeigen somit, dass aktuelle Gedankenströme in langjährige Comicserien einfließen können. Alteingesessene Asterix-Fans kann diese Richtung etwas stören. Es ist zwar schön auch mal die jungen Gallier des Dorfes kennenzulernen, jedoch darf auch gefragt werden: „Wie viele Medien, ob neue oder alte, braucht der Generationenkonflikt noch?“

Erfrischende Umtrünke

Trotz geringer Seitenanzahl finden die Leser dieses Asterix-Bandes in Humor verpackte Themen, die auch zum Nachdenken anregen. Was in der heutigen Zeit die Handhabe von Jugendlichen und deren Umgang mit Alkohol betrifft, wird mit der Frage parodiert: „Dürfen Jugendliche schon Zaubertrank trinken?“

Nicht dem Zaubertrank sondern dem Alkohol frönen die Piraten in diesem Album, was für weitere lustige Szenen sorgt. Somit kann sich der Leser auf ein Abenteuer zu Wasser und zu Lande freuen.

Qualitativ ist dieser Comic wieder sehr gut gezeichnet. Alle wichtigen Charaktere sind vertreten und leicht erkennbar. Zeichnerisch eine Bereicherung für Sammler frankobelgischer Comics.

Fazit:

Lesenswert ist auch dieser Band von Asterix. Einige Gags sind etwas ZU tiefgründig, sodass ein Teil des Spasses verloren geht.

Asterix 38: Die Tochter des Vercingetorix

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Letzte Kommentare:
15.03.2020 18:42:05
Schlappekicker

Ferri und Conrad schwimmen sich frei
Ich gebe zu, nach "Gallien in Gefahr" das Ende von "dem" Asterix gesehen zu haben. Zum Glück hat sich Uderzo, spät zwar, aber immerhin, um geeignete Nachfolger gekümmert. Und im vierten Band zeigen Ferri und Conrad entgültig, daß sie es können und daß die Wahl richtig war.
Wobei es keine einfache Sache ist, den - unfairen - Vergleich mit den Szenarien Goscinnys kann man nur verlieren. Aber sie kommen seit dem "Papyrus" dem Charme der Klassiker schon nahe, behutsam in die neue Zeit übertragen und dabei doch die wichtigsten Attribute beibehaltend.
Die Zeichnungen Conrads sind jetzt kaum von denen aus der besten Zeit Uderzos zu unterscheiden. Benchmark wäre das diabolische Grinsen Cäsars aus nächster Nähe (mit Zahnfleisch, weiß gerade nicht, welcher Band). Das Szenario von Ferri ist nicht zu ausufernd und fein austariert. Weniger ist manchmal mehr (Asterix in Italien war mir etwas zu fahrig). Was die Gags betrifft: Situationskomik, Anspielungen und Running Gags - alles ist vorhanden. Ferri sollte sich ermutigt fühlen, diesen Weg weiter konsequent zu beschreiten. Gerne mehr davon.

Sehr gefallen hat mir, dass im vorliegendem Band das Sujet "Generationenkonflikt" hinsichtlich Adrenaline und Dorfjugend subtil ausgearbeitet ist. Wenn dadurch unsere beiden Helden wie der Rest der üblichen Protagonisten mehr reagierend statt agierend tätig werden müssen, ist das meiner Meinung nach folgerichtig und stellt keinen Mangel dar. Bei der von den anderen Rezensenten bereits ausführlich beschriebenen Handlung ist eine solche vornehme Zurückhaltung nur folgerichtig. Insofern setzt Ferri hier deutlich neue Akzente ohne das Gesamtbild zu verfälschen. Gut so. Besonders hinweisen will ich an dieser Stelle auf die geradezu seherischen Worte Ferris, die er auf Seite 19 oben in Bild 2 und 3 Obelix in den Mund legt: "Weisst du, Asterix, ich frage mich, ob mir so ein Auslandseinsatz nicht lieber ist....man besichtigt, probiert die lokalen Spezialitäten...". Wer so selbstironisch die erwarteten Mäkeleien der Leser vorwegnimmt, ist für den Job geeignet. Das hätte auch Goscinny gefallen!

Mal ehrlich: nach 37 Bänden wird es immer schwieriger, neue Plots zu finden ohne allzu sehr selbstreferenziell die alten Geschichten zu kopieren. Das ist vorliegend m.E. hervorragend gelungen. Ausgehend von einem realen Fund eines antiken "torque" (Wendelring) im Ärmelkanal mit der Inschrift "Tochter des Rix" (König, Anführer) hat man eine griffige Story entworfen. War der "Papyrus" noch etwas zu fantasieverspielt, hat man hier einen realen Bezug gefunden, um den sich die neue Geschichte rankt.

Wer meint, da sei trotzdem noch Luft nach oben: Das traue ich Ferri und Conrad durchaus zu. Sie dürfen gerne weitermachen.