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Story
Zeichnung

Story

Temporeich und geradlinig erzählt. Im richtigen Moment setzt Bec spannende Akzente und hält den Leser bei Laune.

Zeichnung

Die Szenerien sind detailreich ausgestaltet. Die Kolorierung mit kräftigen Farben verpasst dem Comic einen modernen cineastischen Look.

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André C. Schmechta
The Truth is out There…

Comic-Rezension von André C. Schmechta Feb 2018

Welche Verbindung haben die Astronauten einer Mars Mission, ein TV-Team in der Türkei, Schatztaucher in der Barentsee, ein Amerikaner mit seherischen Fähigkeiten und sogar der legendäre Entdecker Christoph Kolumbus? Das erfahren wir in dem neuen Comic  von Christoph Bec, der in seiner spannenden Geschichte um den tatsächlich existierenden Mars-Vulkan „Olympus Mons“ auch wieder der Frage nach der Existenz außerirdischen Lebens nachgeht.

1492 – 2026

Die Geschichte beginnt im Jahre 1492 auf einer Entdeckungsfahrt von Christoph Kolumbus. Dieser entgeht nur knapp einer Meuterei, da ihm seine Crew nicht mehr glaubt, nach langer Fahrt auf See den versprochenen festen Boden unter den Füßen zu haben. Doch nach nächtlicher Sichtung einer Himmelserscheinung ändert Kolumbus den Kurs und es heißt endlich „Land in Sicht“.

Im Jahr 2026 entdecken Taucher des Schatzsuchers „Oceans Pathfinder“Artefakte tief in der Barentsee. Doch Versuche diese Artefakte eingehend zu untersuchen gestalten sich als schwierig. Sonar-Terminals und elektronische Geräte auf dem Schiff fallen aus, erhöhte Strahlenwerte werden gemessen. Doch diese und weitere Unbequemlichkeiten können Dan Henning, Chef von Oceans Pathfinder, nicht davon abhalten Bergungsversuche zu planen. Erst recht nicht, nachdem klar wird, dass es sich möglicherweise um äußerst bedeutungsvolle Artefakte handelt, die großes Medienecho erzeugen und damit viel Geld in Richtung Oceans Pathfinder spülen.

Auch ein TV-Team hat den finanziellen Erfolg und persönlichen Ruhm im Sinn, als sie Hinweisen nach der Lage der Arche Noah in einem türkischen Gebirge nachgehen. Ist die Entdeckung eines großen archäologischen Geheimnisses endlich nah und winkt damit die erhoffte große Story?

Das russische Raumfahrtprogramm gewinnt das Rennen um die erste bemannte Mission zum Mars. Dass es eine Reise ohne Wiederkehr ist, war den Kosmonauten bewusst. Ihre Aufgabe: Den Planeten nach Wasser und bakteriologischem Leben zu erkunden. Doch auch die Crew um Jelena Schewtschenko macht eine sonderbare Entdeckung auf Olympus Mons. Ihre Neugierde über diesen Fund bringt alle in Gefahr.

Aaron Goodwin ist mit seinen seherischen Fähigkeiten die letzte Hoffnung für die Polizei in Iowa. Diese sucht bisher vergeblich nach zwei vermissten achtjährigen Mädchen. Doch als Aaron eine sehr starke Vision von einer Raumstation tief im Meer hat, ändert sich sein Fokus. Verbissen versucht er diesen neuen Eindrücken auf den Grund zu gehen und muss schon bald eine erschreckende Vermutung äußern.

Aller guten Dinge sind fünf

Mit gleich fünf Handlungssträngen wird der Leser in kürzester Zeit konfrontiert und natürlich ist von Beginn an klar, dass alle Geschichten eine Verbindung haben werden. Aber nur häppchenweise werden Details offen gelegt. Beinahe mit jeder Seite wechselt der Schauplatz, lernen wir neue Charaktere kennen. Eben noch verfolgen wir die Kosmonauten-Crew auf dem Mars, schon befinden wir uns tief in russischen Gewässern. Das mag etwas hektisch klingen, ist es aber keineswegs. Bec erzählt temporeich, aber geradlinig und so behalten wir zu jeder Zeit den Überblick. Langeweile kommt jedenfalls keine auf.

Das ist auch den Zeichnungen von Stefano Raffele zu verdanken, der die unterschiedlichen Szenerien detailreich ausgestaltet. Die Kolorierung mit kräftigen Farben verpasst dem Comic einen modernen cineastischen Look. Raffaele variiert die Größe der Panels, bricht aber nur selten aus einem eher üblichen Muster aus. Etwa, wenn beim Blick auf Olympus Mons, der sich eindrucksvoll über eine Doppelseite spannt.

Unter den insgesamt wenig ausgearbeiteten Charakteren sticht Aaron Goodwin hervor. Er hat emotional packende Sequenzen. Verbissen versucht er seinen Visionen auf den Grund zu gehen. Neben seiner Beziehung vernachlässigt er auch den Fall der vermissten Zwillinge. Spätestens nach einer weiteren Vision während eines Fluges nach Norwegen ist offenkundig, was von Beginn an zu vermuten war. Die Artefakte in der Barentsee sind nicht irdischen Ursprungs und ihre Bergung könnte fatale Folgen haben. Aaron muss Dan Henning von seinen Plänen abhalten.

Fazit:

„Olympus Mons“ ist ein atmosphärisch und erzählerisch gelungener Serienauftakt. Im richtigen Moment setzt Bec spannende Akzente und hält den Leser bei Laune. Die Zutaten sind sicherlich nicht neu, aber der Mix stimmt und die visuelle Umsetzung ist überzeugend. So unterhält „Olympus Mons“ kurzweilig und macht Appetit auf mehr. Bis August 2018 müssen wir uns aber noch gedulden, dann erscheint Band 2.

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