Couch-Wertung

8
Story
Zeichnung

Story

Humorvoll und mit pointiertem Wortwitz. Die Story büßt in ihrem dritten Band zwar einen Punkt ein, unterhält aber immer noch überdurchschnittlich gut.

Zeichnung

Der Stil der Vorgänger wird konsequent weitergeführt. Hohe Gag-Dichte und überzogene Slapstick-Brutalität sorgen für die meisten Lacher.

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Marcel Scharrenbroich
WANTED: Miesepetrig or Alive!

Comic-Rezension von Marcel Scharrenbroich Sep 2019

Engel links, Teufel rechts… lechz!

Lincoln, unser pferdegesichtiger Freund mit der schweren Kindheit, langweilt sich. Selbst am schönsten Sandstrand, mit dem blausten Meer, fühlt er sich nicht ausgeglichen. Eine Tatsache, die Gott, der sich während des ausgiebigen Urlaubes sichtlich wohlfühlt, gar nicht nachvollziehen kann. Lincoln beschließt, sich lieber ordentlichen einen hinter die Binde zu schütten und trifft an der Strandbar auf einen alten Bekannten: Den Teufel.

Das Wettsaufen mit dem Leibhaftigen gerät allerdings leicht aus dem Ruder und als Lincoln verkatert die verquollenen Klüsen öffnet, befindet er sich nicht mehr am sonnigen Strand, sondern in einem demolierten Appartement. Der Grad der Zerstörung spricht Bände. Ach ja, wir befinden uns übrigens in New York, wohin der Teufel Lincoln ungefragt befördert hat. Der Zigarren qualmende Gehörnte hält diese Umgebung für genau die richtige Spielwiese für einen eigentlich schießwütigen Pistolero. Schließlich liegt das Geld hier quasi auf der Straße… na ja, zumindest nachdem man es den unbescholtenen Bürgern der Stadt mit vorgehaltener Waffe aus den Taschen gezogen hat. Der Teufel hat natürlich gute Connections in Manhattans Unterwelt und führt Lincoln in die unfeine Gesellschaft ein… hey, schließlich ist er der TEUFEL… wenn der keinen guten Draht zum Abschaum hat, wer dann?

Haie der Großstadt

Der Gangster-Trupp, dem Lincoln vorgestellt wird, plant einen Überfall auf eine Bank, doch für unseren Anti-Helden scheint auch dies nicht interessant genug zu sein, weswegen er sich kurzerhand verdünnisiert. Der Boss scheint davon gar nicht angetan und trägt einem seiner Handlanger auf, Lincoln um die Ecke zu bringen. Gesagt, getan… doch wie wir seit dem ersten Band wissen, hat Gott den undankbaren Cowboy unsterblich gemacht, weswegen es ihm im Endeffekt herzlich wenig kümmern sollte, dass ein Kleinganove wie ein Irrer mit einer Eisenstange auf ihn eindrischt. Natürlich folgt Lincolns Retourkutsche auf dem Fuß… was den enttäuschten Teufel wieder auf den Plan ruft.

Business as usual…

…könnte man sagen. Denn irgendwie gelingt es Lincoln nicht, seinen eigentlich unschönen Absichten konsequent zu folgen. Obwohl er sich immer wieder mit dem Teufel einlässt, scheint der Segen Gottes den längeren Atem zu haben. So wird Lincoln auch in seinem dritten Abenteuer zusammengeschlagen, gegen Laternen geschleudert, ins Kreuz getreten, er lernt, wie sich ein schnörkelloser Genickbruch anfühlt und darf auf Treppen-Kanten beißen. Dies sorgt für blutspritzenden Slapstick-Humor, droht sich aber mit der Zeit abzunutzen.

Erfreulicherweise halten sich die Abnutzungserscheinungen in „Aufs Kreuz gelegt“ noch in Grenzen, da der Ortswechsel in die Großstadt für genügend frischen Wind sorgt. Fraglich ist allerdings, wie lange sich die Reihe noch auf dem hohen und unterhaltsamen Niveau halten kann.

Fazit:

Erneut sorgt Anti-Held Lincoln wieder für reichlich Spaß. Zwar der bislang schwächste Teil der Reihe, aber die Western-Persiflage hat noch genug Körner, um kurzweilig zu unterhalten. Dem Parade-Zyniker kann man einfach nichts übelnehmen… und wenn er noch so ein unehrenhafter Arsch mit Ohren ist.

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