Couch-Wertung

10
Story
Zeichnung

Story

Eine liebevolle und auch spannende Geschichte, die uneingeschränkt allen Altersklassen ans Herz gelegt ist.

Zeichnung

Wunderschöne Disney-esque Illustrationen in strahlenden Farben.

Leser-Wertung

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Marcel Scharrenbroich
Ahnenforschung und Traumdeutung

Comic-Rezension von Marcel Scharrenbroich Jun 2020

Wer braucht schon Fünf Freunde, wenn man zwei Schwestern hat?

Die drei Schwestern Sarah, Kassiopeia und Lucille sind ein Herz und eine Seele… KORREKTUR: …sind manchmal ein Herz und eine Seele… KORREKTUR-KORREKTUR: …sind so gut wie NIE ein Herz und eine Seele. Sarah ist die älteste der Schwestern. Mitten in der reingrätschenden Pubertät, ist Sarah launisch und schnell abgenervt. Ein typischer Teenager eben. Und zudem wird sie seit einiger Zeit von wiederkehrenden Träumen heimgesucht. Keine Albträume, aber dennoch äußerst mysteriös. Sie träumt, wie sie gemeinsam mit ihren Schwestern von putzigen, schwebenden Quallen durch einen schimmernden Wald geführt werden. Sarah folgt dem Schwarm durch die surreale Botanik und landet stets an einem riesigen Baum, in dem sich ein gläsernes Haus niedergelegt hat. Mitten zwischen dem dichten Geäst. Immer wieder blickt sie durch die durchsichtige Fassade und erblickt eine leuchtende Baby-Qualle, die auf einem schneeweißen Bett ruht. Dann erwacht sie… ohne zu wissen, was dieser Traum ihr sagen möchte.

Kassiopeia, die Mittlere der drei Schwestern, hängt hingegen meist mit dem Kopf in den Wolken. Tagträumerisch und der Dichtkunst zugeneigt, ist sie die Romantikerin in der Gremillet-Familie… und hat außerdem ein Auge auf einen gleichaltrigen Jungen namens Ulysses geworfen. Katzenliebhaberin Lucille, die am liebsten mit ihrem Stubentiger Yurei spielt, ist das Nesthäkchen der reinen Mädels-Clique, der die alleinerziehende Mutter Magda vorsteht.

Als Sarah ihre Mutter auf ihre wiederkehrenden Träume und die darin vorkommenden Details anspricht und zudem Fragen über deren eigene Vergangenheit stellt, reagiert Magda sichtlich nervös und stiehlt sich unter einem Vorwand aus der Affäre. Den Mädchen wird klar, dass sie nicht viel über ihre eigene Mutter wissen. Und genau DAS ist eine der wenigen Situationen, in denen die ansonsten sehr unterschiedlichen Schwestern an einem Strang ziehen: Sie wollen mehr über ihre Mutter in Erfahrung bringen. Und was eignet sich da besser, als in alten, scheinbar längst vergessenen Sachen zu wühlen? Auf dem Dachboden machen sie sich auf die Suche nach früheren Fotos. Sie werden auch schnell fündig und beschließen, ein Fotoalbum für den anstehenden Muttertag als Überraschung für Magda zu erstellen. In einer verlassenen Ecke des Dachbodens stößt Sarah dann auf einen morschen Schrank, der sie magisch anzieht. Im inneren entdeckt sie ein Foto, das abseits der restlichen Bilder aufgehoben wurde. Was sie und ihre Schwestern dort erblicken, lässt ihnen keine Ruhe mehr… Also machen sie sich investigativ ans Werk, um Licht in die Vergangenheit zu bringen.

Familienbande

Die Geschichte stammt von Giovanni di Gregorio, der dabei vom Zeichner Alessandro Barbucci unterstützt wurde. Der in Deutschland bisher unbekannte Autor legt mit „Der Club der drei Schwestern – 1. Sarahs Traum“ ein Glanzstück vor, das eindrucksvoller nicht sein könnte. Das Thema Familie wird hier ganz großgeschrieben und di Gregorio zeigt mit viel Gespür und Herzblut, wie wichtig diese im Leben ist. Die kleinen Streitereien der Schwestern sorgen immer wieder für amüsiertes Schmunzeln beim Leser und auch hier trifft er mit feinem Humor immer den richtigen Ton. Wenn das sympathische Trio auf Entdeckungsreise geht, hat es den Leser schon fest im Sack und man klebt förmlich an den Seiten.

Wohlfühl-Faktor 10+

Wen das Cover von „Der Club der drei Schwestern – 1. Sarahs Traum“ schon anspricht, wird vom Inhalt komplett begeistert sein. Warme Farbtöne und tiefstes Blau, welches in allen Nuancen regelrecht strahlt. Dazu extrem harmonische Farbverläufe, die sich jeder Situation Perfekt anpassen. Glasige Kulleraugen, die die Charaktere sofort sympathisch machen, ohne an einen Manga-Look zu erinnern. Alessandro Barbuccis Zeichnungen haben eher einen stylishen Cartoon-Look, der aber weder zu überzeichnet noch zu modern geraten ist. Seine Disney-Wurzeln sprießen in jedem Panel durch. Gerade mal volljährig geworden, zeichnete der in der italienischen Hafenstadt Genua geborene Künstler nämlich schon Stories aus Entenhausen und unterrichtete im Micky Maus-Konzern sogar den Nachwuchs. Während er mit seiner Gattin, der Szenaristin Barbara Canepa, die Sci-Fi-Cyberpunk-Reihe „Sky Doll“ (begonnen bei Carlsen, wiederveröffentlicht und fortgesetzt bei Splitter) schuf und für „Monster Allergy“ (Dani Books) und „Ekhö -  Spiegelwelt“ (Splitter) seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte, driftet die Geschichte in „Der Club der drei Schwestern“ nur in Traumsequenzen in die Phantastik ab. Die drei Mädels sind mit den ganz realen Problemen auch schon genug ausgelastet. Und so großartig, wie das künstlerisch umgesetzt wurde, macht es mich einfach nur happy. Ein ganz, ganz großer Wurf!

Fazit:

Ein charmant-warmherziger Spaß, der wirklich JEDEM zu empfehlen ist! Für Erwachsene ist es ein seufzend-entzückender Trip in die eigene Kindheit und für die jüngeren Leser einfach ein wunderschönes Buch in brillanter Optik und mit viel Liebe zum Detail. Ein absoluter Glücksgriff des Splitter-Imprints toonfish… und ich kann nur hoffen, dass noch weitere Geschichten mit der Gremillet-Familie folgen werden. Genau SOLCHE Comics brauchen wir… nicht nur in der aktuellen Situation.

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Letzte Kommentare:
15.06.2020 18:34:34
Jano

Pst, pst: Von Giovanni Di Gregorio ist auf Deutsch schon Creepy Past erschienen. ;) Aber es stimmt natürlich, in Italien ist er sehr viel bekannter als bei uns.

Alita:
Battle Angel

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