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Story
Zeichnung

Story

Die Comic-Reihe entwickelt sich zu einem düsteren Kleinstadt-Thriller, der zwar nach wie vor viele bekannte Motive aufgreift, diese aber in ein überaus stimmiges Gesamtpaket überführt. Joël Callède entwickelt die Story spannend weiter und fächert die Vergangenheit von Creeper Creek auf.

Zeichnung

Gerade auch dadurch, dass öfter etwas Tempo herausgenommen wird und sich auch mal das eine oder andere Panel mehr Zeit genommen wird, wirken einige Sequenzen konzentrierter. So gefällt mir auch die optische Umsetzung insgesamt noch ein wenig besser, als im Auftaktband.

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André C. Schmechta
Düsterer Kleinstadt-Thriller

Comic-Rezension von André C. Schmechta Dez 2018

Wir sind zurück in Creeper Creek - dem Ort, in dem Betsy Mahorn nach einem Autounfall gestrandet ist. Die junge Schauspielerin gerät schnell in den Kreis der Hauptverdächtigen einer Reihe mysteriöser Morde, die sich seit ihrer Ankunft ereignet haben. Wird es weitere Tote geben?

Geister der Vergangenheit?

Schon im Auftaktband „Dunkle Erinnerungen“ deutete sich an, dass die aktuellen Ereignisse möglicherweise eine Verbindung in die Vergangenheit einiger Bewohner von Creeper Creek haben. So beginnt „Makabre Scherze“ auch mit einem Rückblick: Der junge Ben muss als Mutprobe ein altes heruntergekommenes Haus aufsuchen, um Mitglied einer Gang zu werden. Das Haus wurde nicht grundlos gewählt. Hier hat sich vor langer Zeit eine schreckliche Tat ereignet. Mary Owens soll sich in ihrem Haus erhängt haben, doch nicht alle glauben an einen Selbstmord.

Das erfährt auch Betsy Mahorn - und nicht nur das. Sie sieht Mary Owens zum Verwechseln ähnlich. Hat ihr Erscheinen in Creeper Creek diese düstere Vergangenheit wieder geweckt?

Inzwischen regt sich Widerstand. Der Pfarrer mobilisiert einige Einwohner, um vor dem Kino zu randalieren. Er vermutet einen Zusammenhang zwischen den Morden und den Filmen, die dort von Besitzer Todd gezeigt werden - in den Augen des Pfarrers und der aufgehetzten Meute „Werke des Teufels“.

Unterdessen wird der Freund von Peggy-Lee nach einem gemeinsamen romantischen Date im Wald weiterhin vermisst. Ist er ein weiteres Opfer des Mörders?

Und während der Sheriff keinen Hehl daraus macht, dass er Betsy verdächtigt, erhofft sich Polizist Norris ein Rendezvous mit der attraktiven Schauspielerin.

Wer treibt sein Unwesen in Creepers Creek?

Joël Callède entwickelt die Story spannend weiter und fächert die Vergangenheit von Creeper Creek auf. Der Kreis der Verdächtigen wird dadurch keineswegs kleiner. Genau das macht aber einen großen Teil der Spannung aus. Noch könnte jeder verantwortlich für die Morde sein.

Entsprechend verändert sich die Stimmung in Creeper Creek. Angst, Unsicherheit, Misstrauen und eben auch Gewalt halten Einzug. Der kleine Ort entwickelt zu einem atmosphärisch dichten Schauplatz, aus dem es für Betsy Mahorn vorerst kein Entkommen gibt.

So rücken die Figuren enger zusammen und bekommen interessante neue Facetten, die Spekulationen über mögliche Tatbeteiligungen neue Nahrung verleihen.

Auch wenn in den Traumsequenzen von Betsy Mahorn so mancher Untoter auftaucht, die Horror-Elemente werden weniger und die Comic-Reihe entwickelt sich zu einem düsteren Kleinstadt-Thriller, der zwar nach wie vor viele bekannte Motive aufgreift, diese aber in ein überaus stimmiges Gesamtpaket überführt.

Gerade auch dadurch, dass öfter etwas Tempo herausgenommen wird und sich auch mal das eine oder andere Panel mehr Zeit genommen wird, wirken einige Sequenzen konzentrierter. Dabei geht es gelegentlich auch wieder derbe zur Sache und es fließt einiges Blut. So gefällt mir auch die optische Umsetzung insgesamt noch ein wenig besser, als im Auftaktband.

Fazit:

Nein, ich weiss noch immer nicht, wer sein Unwesen in Creeper Creek treibt. Aber das ist auch gut so, denn damit ist die Neugierde auf den Abschlussband entsprechend groß. Story und grafische Umsetzung können im Vergleich zum Auftaktband noch einmal zulegen. Das Ende legt eine neue Fährte aus und so dürfte das Rätselraten um Motiv und Täter weitergehen.

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