Masters of the Universe

von Marcel Scharrenbroich (06.2025) / Titelbild: © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

Muskelmann vs. Knochenkopp… der Klassiker!

Ich sehe da ein Muster…

Heutzutage unvoreingenommen einen Film zu schauen, wird zunehmend schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Entweder bewegt man sich komplett offline durch die Welt oder hat einen derart dicken Panzer, der jegliche Kritik, die einen beeinflussen könnte, von einem fernhält, dass vielleicht doch noch eine Chance auf Neutralität besteht. Mich beschäftigt zunehmend die Frage, wann Menschen derart kritisch geworden sind, dass sie per se alles Neue ablehnen? Das ist noch höflich formuliert, denn was mittlerweile in erschreckender Regelmäßigkeit als „Kritik“ ins Netz gekotzt(!) wird, trägt schon eher feindselige Züge. Ja, auch wir besprechen hier viele Comics und auch thematische Filme, legen aber auch viel Wert darauf, dass unsere Meinung nicht das Maß aller Dinge sein soll, sondern sachlich das wiedergibt, was uns an einem Produkt ge- oder eben missfällt. Was potentielle Konsumenten daraus mitnehmen, liegt freilich voll und ganz in ihrer Hand. Warum ich dies noch mal so deutlich hervorhebe? Nun, weil gerade nach dem Kinostart von „Masters of the Universe“ mal wieder viel Meinung bei extremer Ahnungslosigkeit im Netz die Runde machte, was gerade dieser Film nicht verdient hat. Bereits nach einem ersten Trailer wurde dem Streifen vorgeworfen, „woke“ zu sein. Eine mittlerweile zum Kampfbegriff mutierte Bezeichnung für alles, was an irgendwelchen eingebrannten Rollenbildern sägen könnte. Folgerichtig stürzten sich Ragebait-Redakteure, die sich voll und ganz dem Zerreißen eines Produktes verschrieben haben, da man mit Negativität scheinbar eine breitere Masse erreicht, auf einen Film, den sie weder gesehen haben, noch dazu nicht den Eindruck erwecken, das Ursprungsmaterial ausreichend zu kennen, um ihren Quatsch überhaupt irgendwie sinnvoll untermauern zu können. (Ganz nebenbei: der „Wokeness“-Trend wird in einer frühen Szene derart drüber zelebriert, dass man ihn bewusst entlarvt und pfeilschnell zu den Akten legt.) Also fabulierte man bereits am US-Starttag einen „katastrophalen Flop“ herbei, obwohl der Film zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal in allen Zeitzonen zu sehen war. Hochrechnungen aus Online-Vorverkäufen dienten als ausreichende Basis, um spontane Kinogänger mal gekonnt auszuklammern. Dass gerade im Fall von „Masters of the Universe“, welcher ursprünglich mal als reine Streaming-Produktion geplant war, andere Regeln gelten, wurde ebenso ignoriert. Das liegt daran, dass Amazon MGM, das Studio hinter der Produktion, zukünftige Streaming- und Heimkino-Auswertungen mit einkalkuliert, um die Zukunft der Marke höchstwahrscheinlich längerfristig zu sichern. Der reine Film soll irgendwas zwischen 170 und 200 Millionen US-Dollar Produktionskosten verschlungen haben, zu denen noch eine lange nicht mehr derart präsente Marketing-Kampagne addiert werden muss. Um in die Gewinnzone zu rutschen, sollte ungefähr das doppelte des Budgets in den Kassen landen, was die reine Kinoauswertung wohl nur schwer erreichen wird. Auch die Merchandise-Maschinerie, hauptsächlich bestehend aus unterschiedlichen Toy-Lines von MATTEL, einer US-Comic-Miniserie von DARK HORSE und zugehörigen Büchern, die hierzulande von der RETROFABRIK erscheinen, wird noch ein gutes Sümmchen abwerfen, sodass erstmal abzuwarten bleibt, wie die „Masters of the Universe“ letztendlich performen. Die Kino-Einnahmen sind also längst nicht mehr das Maß aller Dinge und entscheiden nicht, ob ein Franchise in irgendeiner Form fortgesetzt wird. Ach ja, die nächsten Säue, die von den Internet-Miesepetern – mit Ansage! – durch die Dörfer getrieben werden, sind „Supergirl“ und Christopher Nolans „Die Odyssee“, an denen sich nach den Trailern bereits ordentlich abgearbeitet wird. Aber in modernen Zeiten geht ja sogar ein Altmeister wie Spielberg mit seinem neusten Alien-Output „Disclosure Day“ baden. Naja… Hauptsache eine Kalauer-Parade wie „Scary Movie“ hat ihr Publikum gefunden. Auweia, was für rosige (Kino-)Zeiten.

Von Eternia zur Erde und zurück

Adam Glenn (Nicholas Galitzine) lebt ein eher tristes Leben. Gefangen in der Routine, arbeitet er in einem Job, der ihn weder erfüllt noch erfreut, und auch sein Privatleben lässt zu wünschen übrig. Vielleicht ist er bei ersten Dates aber auch einfach zu ehrlich, doch warum Lügen und seine Herkunft verheimlichen? Immerhin ist er ein waschechter Prinz… von einem fremden Planeten: Eternia! Einst prachtvoll und stolz von seinem strengen Vater, König Randor (James Purefoy), und dessen liebevoller Gattin Marlena (Charlotte Riley) regiert. Das änderte sich jedoch vor fünfzehn Jahren schlagartig, als der junge Adam (Artie Wilkinson-Hunt) noch in schmalen Kinderschuhen steckte und der dämonische Skeletor (Jared Leto) das Königreich brutal überfiel. Duncan (Idris Elba), des Königs erster Mann und Befehlshaber der königlichen Garde, konnte gegen die Schergen des Schurken nicht viel ausrichten und auch die Gefangennahme Randors nicht verhindern. Verzweifelt flüchtete sich Marlena mit ihrem Sohn in die Mauern von Schloss Grayskull, wo die mächtige Zauberin (Morena Baccarin) das Schwert der Macht bewacht, welches seinem auserwählten Träger übermenschliche Kräfte verleiht. Sie vertraut es Adam an und öffnet ein Portal, um den Jungen samt Schwert in Sicherheit zu bringen. Dorthin, wo Skeletor beide unmöglich aufspüren kann. Den Heimatplaneten von Königin Marlena: die Erde.

Fünfzehn lange Jahre sind seitdem vergangen, doch Adam hat seine Wurzeln nicht vergessen. Manche Erinnerung mag verblasst sein, doch das Heimweh plagt ihn zunehmend, zumal er seinen Platz nicht in unserer Erden-Realität sieht (und kann man es ihm verdenken?). Das Schwert der Macht ging bei seiner Ankunft verloren (you had ONE job!), doch die Suche danach hat er nie aufgegeben. Dank der modernen Technik hat er die Suche über das Netz ausgeweitet, was ihm jetzt tatsächlich einen Treffer beschert. Doch mit dem Finden des Schwertes hat er Skeletor auch unwissend seinen Standort verraten. Dieser blieb in den letzten Jahren nämlich nicht untätig, was die Jagd nach dem Schwert der Macht betrifft. Mit der Hilfe von Teela (Camila Mendes), mit der Adam aufwuchs und bereits in Kindheitstagen trainierte, kann er aber nicht nur den Häschern des teuflischen Widersachers entwischen, sondern sich gleich noch seinen größten Wunsch erfüllen: die lang ersehnte Rückkehr nach Eternia.

Teela nimmt ihm jedoch schnell den Wind aus den Segeln, denn vom einst so strahlenden Königreich ist seit der Herrschaft Skeletors nicht mehr viel übrig. Es wird Zeit, dass Adam über sich hinauswächst und sich seinem Schicksal stellt. Mit den letzten Heroen Eternias wappnet er sich zum Kampf… allerdings muss er dafür erstmal lernen, wie man kämpft.

Here we are… born to be Kings

Wir haben hier eine schlichte Story. Gut gegen Böse. Der Klassiker. Aber wenn wir mal ehrlich sind, war „Masters of the Universe“ genau DAS schon immer. Man muss nämlich bedenken, dass die beliebte Animationsserie aus der FILMATION-Schmiede, mit der nicht wenige von uns in den 80ern aufgewachsen sind, mehr oder weniger aus der Not geboren wurde. Um Spielzeug zu verkaufen. So wurden die steifen, oft mehrfach recycelten Animationen zur Blaupause dafür, was man mit den Freunden (und natürlich den passenden Figuren) anschließend im Kinderzimmer nachspielen konnte. Eine aus dem Ärmel geschüttelte Mythologie, die sich nochmals von den Ursprungsgeschichten der Mini-Comics, die jeder Figur beilagen, unterscheidet. Die erste Real-Verfilmung von 1987, die an den Kassen gnadenlos abschmierte und das Ende der CANNON-Ära einläutete, ging da – zum Unmut der Fans und aus Kostengründen – noch mal ganz eigene Wege, während die aktuelle, lange von Studio zu Studio gereichte, viele Autoren verbrennende Produktion sich voll und ganz dem Geiste der 80er-Zeichentrickserie verschrieben hat.

Die Drehbuch-Schreiber Chris Butler, Aaron und Adam Nee, Dave Callaham und Regisseur Travis Knight, dessen eigenständiger „Bumblebee“ als bislang werkgetreuste Verfilmung aus dem „Transformers“-Franchise angesehen wird, haben diesbezüglich ihre Hausaufgaben gemacht. „Masters of the Universe“ strotzt nur so vor liebevollen Details, die jedes Fan-Herz höherschlagen lassen.

Sei es die kunterbunte Welt, die uns nach einem kurzen Abstecher zur Erde in vollster Farbenpracht präsentiert wird, die detailreichen und Vorlage-treuen Kostüme oder der überbordende Fan-Service, mit dem an den Tag gelegt wird, dass man sich nicht nur mit der „MotU“-Geschichte, sondern auch mit kultigen Internet-Memes und Nerd-Merchandise auseinandergesetzt hat. Hier prasselt so viel auf einen ein, dass mehrfaches Ansehen geradezu Pflicht ist. Es sei noch angemerkt, dass man unbedingt sitzen bleiben sollte, wenn die Credits laufen. Der Abspann liefert nämlich noch drei(!) Szenen, die vorfreudig nach vorne blicken lassen.

In Maßen oder Massen?

Bemängelt bzw. befürchtet wurde, dass ausufernder Humor den Film sprengt bzw. sprengen könnte. Vom Humorverständnis amerikanischer Filmemacher und Autoren bin ich, gelinde gesagt, überaus abgef***t. Gefühlt werden mit jedem Film die Gags platter, die Witze flacher und die Intelligenz, die dem Publikum zugetraut wird, wird weiter und weiter nach unten korrigiert. Reine US-Comedy ist für mich ein rotes Tuch geworden, weshalb ich nach den ersten Trailern auch scharf die Luft durch die Zähne ziehen musste. Sie werden doch nicht etwa…? DOCH… haben sie. Und es war – welch Überraschung! – die einzig richtige Möglichkeit, „Masters of the Universe“ überhaupt umzusetzen, ohne die Vorlage mit Füßen zu treten. Man erzählt die im Grunde einfach gestrickte Story nämlich durchweg selbstironisch und scheut sich auch nicht, Szenen aus der Zeichentrick-Vorlage quasi 1:1 zu übernehmen. Ich hätte nicht gedacht, dass das funktionieren könnte. Erst als ich es sah und fast schockiert war, dass ich mehrmals laut auflachen musste. Dass sich an manchen Unter-der-Gürtellinie-Gags regelrecht hochgezogen wird, nimmt man dann einfach mal so hin. Vieles passiert hier wie Selbstverständlich, was viel am Schauspiel der Darsteller liegt. Manche Blicke sprechen Bände, da steckt dann schon viel eigene Komik drin.

Spaß an der Freud‘

In Kritiken zu „Masters of the Universe“ werden oft Vergleiche mit den MARVEL-Verfilmungen angestellt, die in den letzten Jahren jedoch nicht mehr wirklich viel zu erzählen hatten. Im Kern liegt man damit nicht mal falsch, denn beide kann man dem Bereich „effektgeladenes Popcorn-Entertainment“ zuordnen. Der größte Unterschied ist aber, dass „Masters of the Universe“ mit seiner Selbstironie und Eigenständigkeit deutlich solider auftritt, als es die letzten aufgebauschten Superhelden-Epen getan haben. Durch ihre Crossover-Handlungsstränge, die sich durch zahlreiche Filme und TV-Serien ziehen, wird es Quereinsteigern zunehmend schwergemacht, während viele Fans der ersten Stunde das sinkende Schiff bereits verlassen haben. Fast noch wichtiger ist aber, dass man den „MotU“-Darstellern anmerkt, dass sie total Bock auf das krachende Action-Abenteuer hatten! Allen voran Nicholas Galitzine, der einen überaus sympathischen Adam abgibt. Der Kumpel-Typ von nebenan, mit dem Kerle gerne ein Bierchen trinken würden, während seine charmante, teils unbeholfene Art bei den Damen gut ankommen dürfte. Ja, okay… Sixpack und Muckis hat er auch ordentlich. Und NEIN, er ist kein „zu schmaler“ He-Man, wie immer wieder gemeckert wird. Wie soll so ein Stiernacken, der sich vor lauter Kraft weder den Arsch abwischen noch einen Schulterblick ohne Genickbruch durchführen kann, denn vernünftig ein Schwert schwingen??? Das tut er nämlich, der gute Herr Galitzine. Und wie!

Die hervorragend choreographierten Action-Szenen entstanden unter der Mitwirkung von Liang Yang. Der chinesische Stuntman, Schauspieler und Martial-Arts-Profi war unter anderem der Gegenspieler von Tom Cruise und Henry Cavill beim legendären Bathroom-Fight in „Mission Impossible: Fallout“ und wirkte an Filmen wie „Kingsman: The Secret Service“, „Edge of Tomorrow“, „47 Ronin“, „James Bond: Skyfall“, „Doctor Strange In The Multiverse Of Madness“ und diversen „Star Wars“-Teilen mit. Und die Fights in „MotU“ sind schnell, präzise und dank der Kamera von Fabian Wagner („Sherlock“, „Game of Thrones“, „Zack Snyder’s Justice League“) hervorragend eingefangen. Nicht selten geht es überraschend deftig zur Sache, wenn gleich reihenweise Gegner umgenietet oder aufgespießt werden. Natürlich alles im Rahmen der jugendgerechten Freigabe, dennoch war ich das eine oder andere Mal überrascht.

Ebenfalls richtig Bock schien der oft als „Kassengift“ verschriene Jared Leto zu haben. Mit einigen ziemlich unglücklichen Rollen-Auswahlen, beispielsweise im arg gefloppten „Morbius“ oder zuletzt in „Tron: Ares“, hat er sich diesen Ruf freilich unfreiwillig erarbeitet, verdient aber auch die teils fiesen Schmähungen nicht, die ihm entgegengebracht werden. Filme wie „Mr. Nobody“, „Dallas Buyers Club“ (dafür erhielt er sogar den Oscar!), „Blade Runner 2049“ oder „The Little Things“ haben zur Genüge bewiesen, dass Leto es durchaus kann, wenn man ihm die Möglichkeit gibt. Seinen Joker vom Ende von „Zack Snyder’s Justice League“ hätte ich gerne ausgiebiger gesehen, denn in David Ayers „Suicide Squad“ fielen die größten Teile seiner eigenwilligen Darstellung noch einem Schnitt-Massaker zum Opfer. Nichtsdestotrotz kann er nun in „Masters of the Universe“ erneut sein fiesestes Gesicht zeigen, wobei… naja, sehen können wir lediglich seine physische Präsenz, denn Skeletors knochige Fratze stammt natürlich aus dem Rechner. Umso mehr scheint Leto sich ins Zeug gelegt zu haben, um die Figur durch Gestik und vor allem mit seiner Stimme zu prägen. Im O-Ton noch mal eine ganze Ecke wirkungsvoller, da Leto – der sich beim Dreh sogar Kunstblut ins Gesicht schmierte, um auf seine Co-Stars bedrohlicher zu wirken – versuchte wiederzugeben, wie man wohl ohne Lippen sprechen würde. Ein treffsicher gespielter Schurke durch und durch, der außer Machtbesessenheit keinerlei Motivation benötigt. Entsprechend handelt er auch, um an sein Ziel zu gelangen. Nicht selten gibt er sich dabei der Lächerlichkeit preis, was seine rechte Hand Evil-Lyn (mit sichtbarem Spaß fantastisch von Alison Brie aus „Community“, „Glow“ und dem Body-Horror-Tipp „Together“ verkörpert) stets mit einem Augenrollen quittiert. Eine überzeugende Karikatur eines Charakters, der stets zwischen diabolischem Genie und unberechenbaren Wahnsinn wandelt.

Teelas Ziehvater und Adams väterlicher Freund Duncan wird von Idris Elba gespielt. Der Brite, unter anderem bekannt aus „Luther“, den „Thor“-Filmen, „Bastille Day“, „Der Dunkle Turm“ und „The Suicide Squad“, erhielt erst Anfang Juni 2026 den Ritterschlag durch König Charles. Als des filmischen Königs „Man-at-Arms“ darf er nun actionmäßig auch mal richtig die Sau rauslassen. Sein Duncan prügelt sich durch Horden von Gegnern, hat aber auch gegen ganz eigene Dämonen zu kämpfen. Das gibt dem Film noch mal eine zusätzlich geerdete Note, was maßgeblich Elbas Können zu verdanken ist.

Ohrwürmer

Auf die Ohren gibt es auch so Einiges. Wer dachte, dass die Zeiten epochaler Bombast-Scores, die sich einem in den Gehörgang hämmern, vorbei sind, lag komplett falsch. Ging der Trend immer mehr zum wabernden Minimalismus, bei dem sich selbst namhafte Komponisten extrem auf Klangteppiche fokussierten und von Themen mit Wiedererkennungswert Abstand nahmen, holt „Masters of the Universe“ zum regelrechten Donnerschlag aus. Der Brite Daniel Pemberton, dessen Karriere mit der musikalischen Untermalung von Dokumentationen und TV-Serien begann, geht rockig voran und mischt dabei noch orchestrale Töne mit Synthie-Klängen. Das Hauptthema „Eternia“ hat alles, was man sich von einem epischen Gänsehaut-Score wünschen kann. Dafür hat er sich niemand Geringeren als Brian May (richtig, DER Brian May von Queen!) ins Studio geholt, der dem Track mit seiner unverkennbaren Klampfe noch das Krönchen aufsetzt. Die Variation „Folding Space (Eternia)“ gefällt mir persönlich sogar noch eine Ecke besser, da hier die elektronische Komponente mehr im Vordergrund steht. Generell ziehen sich Motive des Hauptthemas in verschiedenen Teilen durch den gesamten Score. Ungemein harmonisch und rund. Die Tracks „He-Man vs. Trap-Jaw“ und „The Witch and The Warrior Goddess“ gehen dann richtig schön nach vorne, während Pembertons instrumentale Piano-Version von The Cure’s „Boys Don't Cry“ angemessen gefühlvoll rüberkommt. Ein krönendes Highlight ist aber „A Job For He-Man“, welches den Fans der ersten Stunde Gänsehaut über den ganzen Körper jagen dürfte.

Dazu gesellen sich noch ein paar bekannte Hits der 90er, der Song „Masters of the Universe“ der britischen Band The Darkness und ein rockiger Klassiker aus dem Jahr 1986, den man aus dem Soundtrack eines anderen Films kennen sollte. Hier halte ich mich bewusst zurück, den beim Erklingen des Liedes musste ich spontan die Arme nach oben reißen. Passt halt wie die Faust aufs Auge!

Fazit

„Masters of the Universe“ ist mit Sicherheit kein perfekter Film… dafür aber perfekter Eskapismus und ein nostalgischer Liebesbrief an die eigene Kindheit. Vor 40 Jahren wäre ich aus dem Stand im Achteck gesprungen, denn näher an der Vorlage kann man den Stoff wohl nicht umsetzen. Heute reicht es (aus Gründen…) nur noch zum Dreieck-Sprung, aber da bau ich aus purer Freude noch eine Schraube mit ein. Die FILMATION-Serie in Fleisch und Blut, wer hätte das gedacht!?

Wertung: 8

Bilder: © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

 

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