Vampire State Building - Teil 2

Erschienen: Oktober 2020

Couch-Wertung

7
Story
Zeichnung

Story

Im besten Sinne Horror-Fastfood für Zwischendurch. Bei der Herkunft der Blutsauger wurde viel Potential verschenkt. Gelungen ist, dass selbst in solch einem Fall, die größte Bedrohung vom Menschen selbst ausgeht.

Zeichnung

Volle Punktzahl für die Umgebung, Einbindung von Wetter-Effekten, optischer Ausreizung des Settings und die stimmungsvolle Kolorierung. Abzüge für die Darstellung der Charaktere und das lahme Vampir-Design.

Leser-Wertung

-
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Marcel Scharrenbroich
Bite Hard – Beiß langsam

Comic-Rezension von Marcel Scharrenbroich Mär 2021

Monster… überall Monster!

Und zwar innen und außen. Während Terry, der mit seiner Cousine und seinen Freunden noch einmal einen gemeinsamen Abend verbringen wollte, bevor er sich auf den Weg nach Afghanistan macht, im Empire State Building von einer Horde blutberauschter Vampire überrascht wurde, spitzt sich die Lage nicht nur innerhalb des gewaltigen Gebäudes zu. Terry und seine Ex Mary versuchen verzweifelt den Scharen von Blutsaugern, die nach und nach die Belegung des Hauses dezimieren und somit ihre eigenen Reihen stärken, zu entkommen. Da wird die Lage mehr als einmal brenzlig…

Zeitgleich rauchen draußen die Köpfe der Einsatzkräfte. Nach anfänglichem Terrorverdacht kommt man schnell auf den Trichter, was sich im Empire State Building tatsächlich abspielt. Die Vampire versuchen nach außen zu dringen und lassen sich selbst von schwerem Geschütz nicht aufhalten. Nur Feuer scheint ihre Schwachstelle zu sein. Und die Einsatzleitung schreckt selbst vor Kollateralschäden nicht zurück… Zum Schrecken von Professor Dent, Marys Vater, der das Geschehen außerhalb des Gebäudes mit Sorge betrachtet, soll um jeden Preis verhindert werden, dass die rasenden Vampir-Horden das Empire State Building verlassen und über New York City herfallen. Selbst wenn die Überlebenden im Inneren dafür geopfert werden müssen. Somit beginnt für Terry und Mary (klingt wie ein Pärchen aus den „Archie“-Comics, oder?) ein Wettlauf gegen die Zeit. Eingesperrt, gejagt, belagert… ohne Aussicht auf Hilfe von Außerhalb.

Hopplahopp

Wir haben ein Hochhaus mit 102 Etagen mitten in New York, eine übermächtige Bedrohung, keinen verdammten John McClane, dafür aber einen Jungspund, der sich freiwillig für den Dienst in Afghanistan gemeldet hat… machen wir also das Beste draus. So ungefähr könnte der Plan ausgesehen haben, der eigentlich schon die ganze Geschichte auf den Punkt bringt. Recht minimalistisch, weshalb es auch nicht verwundert, dass man das Ganze in zwei Alben abfrühstücken kann. So dauert es im zweiten Band auch nur eine Seite, bis man sich mit der Tatsache abgefunden hat, dass es sich beim Feind um Vampire handelt. Anscheinend stimmt es wohl, dass man in New York schon ALLES gesehen hat. Noch schneller geht es bei der Erklärung, mit wem oder was man es denn genau zu tun hat. Dafür braucht Professor Dent nur ein Panel. Da man sich als Leser selbst fühlt, als würde man mit brennenden Fackeln durchs Geschehen gejagt, ist es auch dem Epilog zu verdanken, dass man wenigstens eine Handvoll an Hintergrundinformationen zum Ursprung der Blutsauger bekommt. Wirklich zufriedenstellend ist dieser vermeintliche Schlusspunkt aber auch nicht. Hätte man der vierteiligen US-Mini-Serie größeren Spielraum vergönnt, hätte mehr in die Tiefe gegangen werden können. So wird nur an der Oberfläche gekratzt, was zwar kurzweilig in Blockbuster-Manier unterhält, jedoch schnell wieder vergessen ist.

Blickfang

Der Lichtblick in „Vampire State Building“ ist nicht etwa die Story, da diese das Rad weiß Gott nicht neu erfindet, dafür aber flott durchs Geschehen peitscht, sondern das, was Zeichner Charlie Adlard aus dem überschaubaren Setting gezaubert hat. Dabei sind es nicht die Charaktere, die für Begeisterung sorgen. Diese sind tatsächlich „nur“ auf solidem Niveau. Schattierungen spielen den Akteuren dabei deutlich in die Karten und kaschieren so manchen steifen und starren Gesichtsausdruck. Nein, es ist die Umgebung, die richtig auftrumpft. Wenn Helikopter bei schwerem Gewitter und Sturm übers Wasser peitschen, um zum Einsatzort zu gelangen, ist das mehr als nur schmückendes Beiwerk. Vogelperspektiven bei strömendem Regen, brennende Fassaden und ein Blick von oben durchs Treppenhaus, wo die unterste Etage nur zu erahnen ist und die Sicht in einem schwarzen Nichts versinkt, während das Wasser der Sprinkleranlagen hinabströmt. Diese Bilder sind quasi das Bindeglied zwischen den beiden Handlungsorten und lassen die Leser immer wieder kurz durchatmen, bevor es von einem Krisenherd zum anderen wechselt. So ergibt sich ein elegant gelöster und sehr schön anzusehender Fluss, ohne abrupten Sprung. Und in diesen Passagen läuft Adlard wahrlich zu Höchstform auf. Schon im ersten Band sind mir die untypischen Perspektiven aufgefallen, die mit Sicherheit nicht leicht umzusetzen waren. Genau so etwas möchte ich sehen, wenn der Spielraum einer Handlung limitiert ist. Kreativität, die das Maximum aus einem überschaubaren Setting herausholt.

Fazit:

Die Story passt auf die Rückseite einer Briefmarke, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Der Geheimbund der Hamatsa und deren blasser Frontmann U’tlun’ta, der leider aussieht wie Nosferatu nach der Bandwurm-Kur, bleiben weitestgehend blass, was für Blutsauger generell nicht ungewöhnlich ist, für die Leser aber recht unbefriedigend wirkt. Da wäre deutlich mehr drin gewesen. Dafür weiß die Umgebung zu gefallen und auch das hohe Tempo, das kaum Luft zum Durchatmen lässt. Das Alben-Format von SPLITTER kommt den Zeichnungen sehr zu Gute, die in angemessener Größe noch wuchtiger daherkommen.

Vampire State Building - Teil 2

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