Siberia 56 – 1: Die dreizehnte Mission

Erschienen: September 2014

Couch-Wertung

7
Story
Zeichnung

Story

Lineare Handlung, in der es zunächst ums nackte Überleben geht.

Zeichnung

Stimmungsvolles Science-Fiction-Flair. Die schroffe und eisige Ödnis von Siberia wird eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Leser-Wertung

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André C. Schmechta
Kurzweiliger Survival-Trip auf einem ungemütlichen Planeten.

Comic-Rezension von André C. Schmechta Nov 2017

Seit hundert Jahren wechseln sich auf Siberia – dem 56. Planeten der Vorkolonisierung durch die Erde – Teams von Wissenschaftlern ab, um den Planeten zu erforschen. Mit bis zu -200°C an den Polen und eisigen Winden von bis zu 300 km/h präsentiert sich der 80 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernte Planet dabei als wenig gastlich.

Beim Landeanflug auf den Planeten stürzt die fünfköpfige Crew der mittlerweile dreizehnten Mission nach Siberia mit ihrer Raumkapsel ab. Weit vom Basislager entfernt muss sie notlanden und sieht sich gezwungen, 250 km zu Fuß zurückzulegen…

Stimmungsvolles Science-Fiction Flair

Gleich zu Beginn stellt Autor Christophe Bec klar, unter welchen Bedingungen die Crew den Weg zur Basisstation antreten wird und dass dabei wahrlich keine Gefangenen gemacht werden. Ein bei der Notlandung schwerverletztes Crewmitglied wird sogleich gnädig von seinem Leid erlöst. So dezimiert machen sich die verbliebenen auf den beschwerlichen Weg, der nach ersten Berechnungen 16 Tage dauern soll.

Die schroffe und eisige Ödnis von Siberia setzt Zeichner Alexis Sentenac eindrucksvoll in Szene und versprüht stimmungsvolles Science-Fiction-Flair. Die in Schutzanzüge gehüllte Crew marschiert durch die karge graue Schneelandschaft. Kühle Farbtöne und starke Kontraste dominieren. Nur selten erscheint etwas wärmendes Licht am Horizont. Sentenac variiert geschickt mit der Größe der Panels, nutzt dabei auch wirkungsvoll extrem schmale Formate. Nur manche Szene hätte ich mir in größeren Panels gewünscht oder sie auch mal über eine Doppelseite gespannt gesehen. So wie bei der Entdeckung eines Lochs im Erdboden von gigantischem Ausmaß, einer Tiefe von 2.600 Metern und in perfekter geometrischer Form. Doch damit nicht genug, an den Rändern stehen gewaltige Monolithen. Dabei gab es bisher keinerlei Hinweise auf intelligentes Leben auf Siberia.

Da waren´s nur noch zwei

Immer wieder wird deutlich, wie hart die Lebensbedingungen auf Siberia sind und wie gering die Überlebenschancen auf derart unbekanntem Terrain. Schon bald verlieren weitere Crewmitglieder ihr Leben, bis schließlich nur noch Lylyth und Ned übrig sind. Vor räuberischen gigantischen Wesen – „Dune“ und „Tremors“ lassen grüßen - suchen sie Schutz in einer Höhle. Hier machen sie die erstaunliche Entdeckung von 60 Millionen Jahre alten Wandmalereien. Während zuvor nur spärliche Dialoge die lineare Handlung prägten, kehrt in der Höhle zwischen den beiden Crewmitgliedern so etwas wie Forscher- und Wissenschaftler-Normalität ein – wenngleich unter erschwerten Bedingungen. Dies auch, weil  Lylyth verletzt ist. Beide hoffen, die Basisstation rechtzeitig zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt wissen sie allerdings noch nicht, dass nur einer von ihnen überleben wird…

Fazit

„Siberia 56 – 1: Die dreizehnte Mission“ ist ein überaus kurzweiliger Survival-Trip auf einem ungemütlichen Planeten. Der spannende Auftakt zur mehrteiligen Comic-Serie macht Appetit auf mehr. Zwar lassen sich am Ende noch keine konkreten Rückschlüsse auf kommende Handlungsstränge schließen, doch es gibt einige mögliche Ansatzpunkte. Der nicht gänzlich erforschte Planet selber und das Leben auf dem Basislager sollten ausreichend Potential für dramatische Begegnungen, interessante Charaktere und wendungsreiche Ereignisse bieten. Wir sind gespannt!

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