Couch-Wertung

10
Story
Zeichnung

Story

Aberwitzige Geschichten, die schön mit dem Fantasy-Genre – und seinen Klischees – spielen und sehr überraschende Wendungen haben. Leider teilweise zu kurz!

Zeichnung

Die Figuren sind sehr interessant gezeichnet und die Bilder sind sehr bunt. Das Auffälligste ist aber das Spiel mit den Details.

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Nina Pimentel Lechthoff
Zwei beste Freunde gehen auf Abenteuer

Comic-Rezension von Nina Pimentel Lechthoff Okt 2019

Von Bibliothekaren, magischen Musen und bösen Nekromanten

Pimo und Rex sind beste Freunde und erleben gemeinsam Unmengen an Abenteuern. In „Pimo & Rex“ erzählt Thomas Wellmann zwei Geschichten, in denen seine Protagonisten durch Wälder reiten, durch stürmische Gewässer segeln und das hübsche Fräulein vor dem bösen Fürsten retten. So abgedroschen und klischeehaft, wie sich das jetzt anhören mag, ist „Pimo & Rex“ aber auf gar keinen Fall! Schon auf den ersten Seiten hat mich der Zeichenstil, der für mich wie eine Mischung aus der Comic- und Zeichentrickserie „Hilda“ und der Serie „Adventure Time“ wirkt, sehr gut gefallen. Die Seiten sind sehr bunt gestaltet, allein weil alle Figuren ihre eigenen Farben haben. Pimo ist langgewachsen, gelb und hat ein spitzes Gesicht (sein Gesicht sieht aus wie ein umgedrehtes „L“ mit Augen). Rex dagegen ist klein und kompakt, mit einer orangenen Hautfarbe. Genau wie die Protagonisten ist die Welt, in der sie leben, ebenfalls sehr bunt.

Von grob gezeichnet bis Wimmelbild

Das besondere aber an den Hintergründen ist, dass sie sehr unterschiedlich sind, was den Detailreichtum angeht. Manche Panels sind sehr einfach gestaltet, beispielsweise der Wald, wo sich die Bäume zu einem großen Blätterdach verbinden. Oder wenn Pimo durch stürmische Gewässer segeln muss, um seinem Verfolger zu entkommen. Man sieht Pimos Boot und sonst nur Blau. Andererseits gibt es aber Panels, in denen man sehr lange seinen Blick verlieren kann. Wie etwa die Taverne, die nicht nur eine bunte Mischung aus Gästen bereithält, sondern wo auch z.B. die Theke mit viel Liebe zum Detail gezeichnet ist. Am Ende der beiden Geschichten gibt es auch ganzseitige Bilder, die ich am liebsten ausdrucken und als Poster an die Wand kleben würde. Ganz zum Schluss des Comics gibt es sogar ein doppelseitiges Wimmelbild, in dem alle Figuren noch einmal vorkommen.

Die zwei Abenteuer von Pimo und Rex (und Leo)

Auch wenn ich von den Zeichnungen von Thomas Wellmann begeistert bin, wäre „Pimo & Rex“ nicht halb so gut, wenn die Geschichten nicht auch spannend und urkomisch wären. Wellmann spielt ganz gut mit den Lesererwartungen, indem er zwar eine märchenhafte Fantasy-Welt aufbaut mit zwei Abenteurern hoch zu Ross, die Jungfrauen in Nöten retten und gegen böse Schurken kämpfen. Aber schon ganz am Anfang wird klar, dass „Pimo & Rex“ keine allzu klassische Fantasy-Geschichte werden wird. Pimo und Rex feiern in der Taverne die Verlobung von Rex und Leo, die Lakaien des bösen Nekromantenfürsten sind gelangweilte, zum Leben erweckte Skelette und das „Fräulein in Nöten“ ist eine magische Muse, die keine Lust hat, irgendwem als Muse zu dienen.

Am meisten hat mir aber die zweite Geschichte gefallen, die irrwitziger nicht hätte sein können. Pimo wird von einem Monster verfolgt und sucht bei Rex und Leo Unterschlupf. Da Leo aber mit seinen magischen Experimenten beschäftigt ist, müssen Pimo und Rex sich um das Monster kümmern. Dabei hilft das Rezept, das Rex zur Bärenabwehr entwickelt hat. Um nicht allzu viel zu verraten – mit der Wendung habe ich nicht gerechnet und die Überraschung hat mir sehr gut gefallen – sage ich deswegen nur: Das Monster ist nicht das, was man vielleicht denkt.

Leider gibt es aber bei den wundervollen Geschichten doch ein sehr kleines Härchen in der Suppe: die Kürze. Der Comic hat nur 40 Seiten, was mir vor allem in der ersten Geschichte etwas aufgefallen ist. Wo die zweite Geschichte kurz, knapp und knackig war, hat mir in der ersten etwas mehr Fülle gefehlt. Alles ist ein bisschen schnell passiert. Zwischen der Taverne und der Rettung von Magret hätte ich mir etwas mehr Geschichte gewünscht.

Fazit:

„Pimo & Rex“ ist ein hervorragender Comic, der mich sowohl zeichnerisch als auch erzählerisch überzeugt hat. Die farbenfrohen Bilder, die interessant gezeichneten Figuren und das Spiel mit Details haben mir sehr gut gefallen. Aber auch die beiden Geschichten, die in diesem Band erzählt werden, sind lustig und spannend. Mir hat die zweite Geschichte persönlich mehr gefallen als die erste, trotzdem finde ich beide sehr schön zu lesen und wünsche mir mehr Abenteuer von Pimo und Rex!

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