Isola 2

Erschienen: Mai 2020

Couch-Wertung

9
Story
Zeichnung

Story

Mit dem ersten Band wurde eine tolle Welt eingeführt, die hier gekonnt weitergeführt wird. Es gibt wenige Erklärungen, trotzdem fühlt man sich nie verloren oder alleine gelassen. Nur, dass die Geschichte auf dem ersten Blick etwas in sich unzusammenhängend wirkt, finde ich schade. Beim zweiten Lesen hat mir die Story definitiv besser gefallen als beim ersten Durchgang.

Zeichnung

Was soll ich sagen... Die Panels sind dynamisch, die Figuren und Orte sind wunderschön und die Farben geben dem Ganzen eine tolle, dichte Atmosphäre. Die bildliche Darstellung von der Geschichte ist unfassbar gut gemacht und für mich deutlich das Highlight von Isola 2.

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Nina Pimentel Lechthoff
Der Tiger, die Soldatin und die geheimnisvolle Insel

Comic-Rezension von Nina Pimentel Lechthoff Nov 2021

Hilfe, meine Königin ist ein Tiger!

Das Königreich von Maar steht vor einem Rätsel: Der Bruder der Königin liegt tot im Thronsaal und die Königin ist verschwunden. Hat König Bastian des rivalisierenden Königreichs Palagrine Rock die Königin entführen lassen? Was hat die junge Captain Rook mit dem Vorfall zu tun? Denn seit dem Verschwinden der Königin und dem Mord an den Prinzen ist auch sie wie vom Erdboden verschluckt.

Was keiner weiß: Die Königin Olwyn wurde vom Prinzen in einen Tiger verwandelt und Rook hat beim Versuch, Olwyn zu retten, den Prinzen getötet. Um die Königin von dem Fluch zu befreien, macht sich Rook mit dem Tiger auf den Weg zur mysteriösen Insel Isola.

Der Weg ist das Ziel (?)

Im ersten Band der Isola-Reihe wird die Welt wunderbar eingeführt. Man kriegt im Laufe der Geschichte die Gesellschaft und die verschiedenen Gebiete erklärt, ohne dass sich das nach Erklärbär anfühlt. Alles passiert sehr natürlich und innerhalb der Ereignisse und Dialoge. Ich persönlich bin ein großer Fan davon, wenn die Welt einer Fantasy-Geschichte so aufgebaut wird, dass man im ersten Moment vielleicht nicht alles weiß und sich von der Erzählung leiten lässt – ohne dass man sich dabei aber verloren fühlt. Genau das schaffen die Autoren Brenden Fletcher und Karl Kerschl im ersten Band und führen das in Isola – Band 2 auch sehr gut weiter. Die Welt wird größer und die Reise von Rook und Olwyn verzwickter.

Auf dem ersten Blick scheinen die verschiedenen Stationen, die die beiden abgehen, sehr voneinander getrennt. Rook und Olwyn treffen auf einem Trupp von Maar-Soldaten, die den Auftrag haben, nach der Königin zu suchen. Daraufhin werden sie von einer Gemeinschaft aufgenommen, die in den Steinbrüchen lebt und die mit einem schweren Schicksaal zu kämpfen hat. Die Kinder des Dorfs wurden allesamt entführt und in Mischwesen – halb Tier, halb Mensch – verwandelt. Als Olwyn und Rook diese verlassen, werden sie von einem Hallum angegriffen, einer mystischen und ebenso mysteriösen Kreatur. Rook schwebt in Lebensgefahr und Olwyn muss die Hilfe einer seltsamen Hexe annehmen. Diese ganzen Ereignisse wirken erst sehr alleinstehend, werden aber sehr clever miteinander verwoben, sodass die Geschichte am Ende wie aus einem Guss wirkt.

Atmosphärisch dicht und wunderschön

Klar ist die Geschichte immer mindestens genauso wichtig wie die Bilder, wenn es um Comics geht. Doch ich glaube nicht, dass ich so gefesselt wäre, wenn die Zeichnungen von Karl Kerschl und die Farben von M.Sassy.K nicht wären. Die Panels, die Figuren, die Action, die Farbpalette – ich wüsste gar nicht, wo ich mit meinen Lobpreisungen anfangen sollte!

Die Seiten sind sehr dynamisch aufgebaut. Mal bekommen wir ruhige Momente mit ein- oder zweiseitigen Bildern, mal wird viel erzählt und es gibt viele Panelwechsel. Aber es gibt auch Seiten, die beides miteinander vermischen. Wie etwa der Angriff der Hallum-Kreatur. Hier sehen wir in einem zweiseitigen Bild einen Teil dieser Kreatur am Himmel über eine Schlucht fliegen, in der sich Olwyn und Rook befinden. In diesem Bild sind zackige, panelartige Ausschnitte, in denen man sieht, wie unsere beiden Hauptfiguren fliehen. Mir hat diese Art der Seitengestaltung unglaublich gefallen und steht für mich sinnbildlich dafür, warum ich die Isola-Reihe für so außergewöhnlich halte.

Fazit:

Für mich war der erste Band von Isola einer der besten Comics, die ich 2019 gelesen habe. Die Atmosphäre, die Erzählweise und diese Welt... Ich war ganz aus dem Häuschen. Auch Band 2 schafft es, diese ganzen Elemente weiter fortzuführen. Vor allem was die Bilder angeht, bin ich immer noch sehr begeistert von der Reihe. Ich hatte nur etwas Schwierigkeiten damit, dass sich die Geschichte – zumindest am Anfang – etwas zerteilt anfühlt. A passiert, dann B, dann C. Dass diese Ereignisse aber alle zusammenhängen und am Ende zu einer einzigen Geschichte verschmelzen, finde ich sehr gut. Das Ganze hat mir beim zweiten Mal lesen deutlich besser gefallen. Auch wenn ich die Geschichte vom zweiten Band etwas weniger gut fand als vom Ersten, bin ich unfassbar gespannt, wie es mit Olwyn und Rook weitergehen wird.

Isola 2

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