Das Verschollene Zeitalter - 1. Das Fort des Heidelands

Das Verschollene Zeitalter - 1. Das Fort des Heidelands
Das Verschollene Zeitalter - 1. Das Fort des Heidelands
Wertung wird geladen
André C. Schmechta
8

Comic-Couch Rezension vonFeb 2022

Story

Le Gris nimmt sich zunächst etwas Zeit, um die Figuren, die anwachsenden Konflikte innerhalb des eigenen und zwischen den unterschiedlichen Clans mit stimmigen Dialogen sorgsam zu entfalten. Durchbrochen von gut inszenierten Kämpfen und temporeicheren Passagen entsteht schnell eine packende Handlung.

Zeichnung

Karge Natur, gewaltige Kreaturen und markante Charaktere werden in gedeckte Farben getaucht. So entsteht ein authentisches Setting, das in den dunkleren Szenen durch die schöne Lichtstimmung besonders gefällt.

Gelungener Auftakt der Kurzserie

Eine Apokalypse löscht im Jahr 1000 nach Christi Geburt fast die gesamte menschliche Zivilisation aus. Der Planet wird in Finsternis gestürzt. Die letzten Überlebenden haben sich tief in Höhlen zurückgezogen. Es soll mehrere tausend Jahre dauern, bis sich die ersten Menschen wieder hervorwagen können. Ein neues Zeitalter beginnt.

Neue Ausgangslage, bekannte Probleme

Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse entwickelt Jérôme Le Gris eine spannende Geschichte um Nomadenclans, die für das Überleben ein fragiles Regelwerk geschaffen haben, um die Territorien und die wenigen Ressourcen auf dem Planeten gerecht aufzuteilen. Primus, dessen Tochter Elaine, Caratacos und Haran sind Mitglieder eines dieser Clans. Gemeinsam sind sie unterwegs zum Fort des Heidelands. Hier wird Primus eine folgenschwere Entscheidung treffen. Denn er bewahrt ein besonderes Geheimnis: Aufzeichnungen der Vorfahren, dessen verborgenes Wissen die Versorgung der Clans grundlegend verändern könnte. Er ahnt dabei noch nicht, dass er seiner Tochter ein schweres Erbe überlassen wird.

Zwar neugierig auf die besondere Ausgangslage der Geschichte, hatte ich aber zunächst keine großen Erwartungen an die auf vier Bände ausgerichtete Kurzserie. Doch der Auftaktband fesselt von Beginn an. Le Gris nimmt sich zunächst etwas Zeit, um die Figuren, die anwachsenden Konflikte innerhalb des eigenen und zwischen den unterschiedlichen Clans mit stimmigen Dialogen sorgsam zu entfalten. Schnell sind wir den Begebenheiten und den hierarchischen Konstellationen vertraut. Durchbrochen von gut inszenierten Kämpfen und temporeicheren Passagen entsteht eine durchaus packende Handlung.

Nicht zuletzt sind es auch die Zeichnungen von Didier Poli, die für einen durchweg positiven Gesamteindruck verantwortlich sind. Bruno Tatti taucht die karge Natur, gewaltige Kreaturen und markante Charaktere in gedeckte Farben. So entsteht ein authentisches Setting, das in den dunkleren Szenen durch die schöne Lichtstimmung besonders gefällt. Es hätte lediglich gerne mal ein größer aufgespanntes Panel geben dürfen, um die Weitläufigkeit der Landschaften von Südanglien oder der Hochebenen von Eluru, sowie die charakteristischen Lager und Behausungen der Clans stärker zur Geltung zu bringen.

Fazit:

„Das Fort des Heidelandes“ ist der kurzweilige und atmosphärisch gefällige Auftakt der Comic-Serie „Das verschollene Zeitalter“. Der Neubeginn der menschlichen Zivilisation macht vor bekannten Problemen nicht halt. Das Ende von Band 1 markiert eine verheißungsvolle Überleitung in weitere Regionen der Erde und damit die Vorschau auf den zweiten Band. Wann dieser erscheint steht aber leider noch nicht fest.

Das Verschollene Zeitalter - 1. Das Fort des Heidelands

, Didier Poli, Splitter

Das Verschollene Zeitalter - 1. Das Fort des Heidelands

Ähnliche Comics:

Deine Meinung zu »Das Verschollene Zeitalter - 1. Das Fort des Heidelands«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Comic schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Loading
Loading
Letzte Kommentare:
Loading
Loading

Alita:
Battle Angel

Der „Große Krieg“ ist seit 300 Jahren vorbei. Unter der gigantischen Himmelsstadt Zalem, der letzten ihrer Art, befindet sich Iron City. Hier sind alle Strukturen zusammengebrochen, was die Straßen - speziell nach Einbruch der Dunkelheit – zum gefährlichen Pflaster werden lässt. Im Jahr 2563 sind Cyborgs keine Seltenheit mehr und viele von ihnen verdienen sich ihr Geld als Kopfgeldjäger… sogenannte Hunter-Warrior. Titelbild: © 2019 Twentieth Century Fox

mehr erfahren