Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen 1

Erschienen: August 2018

Couch-Wertung

8
Story
Zeichnung

Story

Viel Stoff, der jede Menge Wissen vermittelt. Ist man erstmal drin, möchte man unbedingt mehr über die spannende Geschichte Chinas erfahren.

Zeichnung

Die Zeichnungen sind ebenso schlicht wie klar, wobei sie ihren eigentlichen Zweck gelungen erfüllen: Die historischen Fakten angenehm zu verdeutlichen.

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Marcel Scharrenbroich
Reise durch die Dynastien

Comic-Rezension von Marcel Scharrenbroich Sep 2020

Hinter dem sperrigen Titel…

…der komplett ausgeschrieben „Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 1: Die Fundamente der chinesischen Zivilisation - Vom Gelben Kaiser bis zur Han-Dynastie (2697 v. Chr. – 220 n. Chr.)“ lautet, verbirgt sich eine interessante Reise durch die fünftausendjährige chinesische Zivilisation. Geschichtlich sehr aufschlussreich, werden nicht nur Freunde der Neunten Kunst angesprochen. Hier geht es nämlich nicht, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten könnte, um die Comic-Geschichte des Landes, sondern um die Geschichte des Landes selbst… als Comic. Damit es nicht zu einer staubtrockenen Geschichtsstunde wird, in der Fakten und Zahlen einfach runtergerattert werden, hat der chinesische Zeichner und Autor Liu Jing das Medium Comic bestens genutzt, um seine historische Reise durch die Epochen auf spielerische und künstlerische Art aufzupeppen.

Fakten, Fakten, Fakten

So beginnt der erste Band mit einer kurzen Auflistung, was China in den vergangenen 5.000 Jahren bereits über sich ergehen lassen musste: 17.434 Naturkatastrophen, 3.791 Kriege, 663 Kaiser und 95 Dynastien. Dabei werden uns die wichtigsten und prägendsten Dynastien genauer vorgestellt, inklusive Jahreszahlen und Dauer. Sehr interessant ist dabei der dynastische Zyklus, welcher laut Historikern in der Vergangenheit immer nach dem gleichen Schema verlief. Von der Begründung einer neuen Herrscherdynastie, über den Wachstum der Bevölkerung, bis hin zu Korruption und den wachsenden finanziellen Unterschieden in der Gesellschaft, welche Proteste und Hungersnöte mit sich brachten. Daraus resultierten Machtkämpfe, die sich auch auf interner Ebene abspielten, gepaart mit Invasionen anderer Völker, die schließlich zu Kriegen mutierten, und eine einst glorreiche Dynastie und Schutt und Asche verwandelten. Nach dem Gesetz des Stärkeren, rief sich anschließend ein neuer Herrscher aus, woraufhin der Zyklus von vorne begann.

Wir lernen auch etwas über die verschiedenen Gebiete Chinas, die sich anhand ihrer Höhenlage einteilen lassen. Dabei spielt die Niederschlagsmenge eine entscheidende Rolle bei der Population. Die sogenannte Niederschlagsgrenze verläuft fast quer durch das Land und ist ausschlaggebend für die landwirtschaftlichen Betriebe. Östlich der Grenze, entlang dieser mehr als 400mm Niederschlag pro Jahr fällt, ist der Boden fruchtbarer. Im Gegensatz zum westlichen Teil, dessen bergige Landschaft zwar vor wetterbedingten Katastrophen schützt, jedoch unter ständigem Wassermangel zu leiden hat. Ferner werden der Sinn und Zweck der Chinesischen Mauer verdeutlicht.

Konfuzius sagt…

Während unserer anschaulichen Reise durch die Dynastien, bei der wir mit den verschiedenen Herrschern und ihren kulturellen Vermächtnissen vertraut gemacht werden, erleben wir die Währungseinführung mit, bekommen eine Übersicht über die konkurrierenden Denkschulen und lernen einen ihrer Lehrer besser kennen, dessen Lehren durchaus auch in unseren westlichen Gefilden bekannt sind: Konfuzius (ca. 551 – 479 v. Chr.).

Aufgewachsen in der Zhou-Dynastie (ca. 1047 – 256 v. Chr.), war Konfuzius schon in jungen Jahren am liebsten unter Gelehrten und Philosophen, um von ihnen zu lernen. Im Alter von 30 Jahren verließ er seine Heimat, um durchs Land zu ziehen und seine Weisheiten zu verbreiten. Für die mehr als 3.000 Schüler, die er unterrichtete, stellte der Philosoph eine Lebensplanung auf. Diese ist ebenso zu finden wie das von ihm erschaffene Erziehungssystem und die Auflistung seiner Wertvorstellungen, die selbst heute noch ein moralischer Lebenskompass für einen großen Teil der chinesischen Bevölkerung darstellt.

Vier Unterrichtseinheiten

Dies war nur ein kleiner Einblick von dem, was der geneigte Leser in diesem Sachcomic erwarten kann. Auf rund 155 Seiten gibt es viel zu entdecken. Die zweite Hälfte ist der chinesischen Übersetzung vorbehalten. Wie schon bei „Der freie Vogel fliegt“ hat der Schweizer Verlag Chinabooks auch hier aufs zweisprachige Pferd gesetzt.

„Chinas Geschichte im Comic“ umfasst insgesamt vier Bände, die sich mit jeder Ausgabe der Moderne annähern. So bekommt man in der Gesamtheit eine lückenlose Reise durch fünf Jahrtausende. Natürlich nicht in allen Einzelheiten, denn sonst müsste jeder Band mit einem LKW angekarrt werden… aber die geschichtlichen Eckpfeiler, die Land und Leute prägten, werden zur Genüge behandelt.

Dabei ist es nicht so, dass die Zeichnungen jetzt besonders aufwändig wären, nein. Das sind sie gewiss nicht… was aber ebenso gewiss nicht die Intention von Liu Jing war. Vielmehr unterstützen sie die historische Aufarbeitung, was durch Comic-Figuren, ganze Schlacht-Szenen, Karten, Tabellen und Statistiken (keine Angst… es hört sich trockener an, als es ist) durch die Seiten – und somit die Dynastien – trägt. Durchaus kreativ und möglichst gut nachvollziehbar umgesetzt.

Fazit:

Für China-interessierte, die gerne mehr über dieses faszinierende Land, seine Geschichte und Kultur erfahren möchten, ist dieses Buch eine uneingeschränkte Empfehlung. Auf spielerische Art werden die Comic-Elemente eingebunden, sodass es kaum auffällt, dass man sich gerade einiges an Wissen draufschafft. Eine Lehrstunde, die weit über drögen Schulstoff hinausgeht.

Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen 1

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