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Story
Zeichnung

Story

„Zaroff“ ist ein schnörkelloser, gut inszenierter Survival-Thriller. Was die Story kurzweilig macht, ist die konsequente Umsetzung. Es geht geradlinig voran.

Zeichnung

Francois Miville-Deschênes setzt diese Auseinandersetzung mit seinen Bildern passend in Szene. Die Insel-Atmosphäre ist sehr gut eingefangen, dichte Vegetation bestimmt eine Vielzahl der Panels. Gelungen auch Mimik und Gestik der vielen Personen, die den Bildern Dynamik und Lebendigkeit verleihen.

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André C. Schmechta
Von Jägern und Beute

Comic-Rezension von André C. Schmechta Aug 2020

Zunächst einmal lassen wir jegliche moralischen Aspekte außen vor. Denn in „Zaroff“ geht es wahrlich nicht um Gut und Böse oder um Recht und Unrecht. Es geht vorrangig ums Töten. Und so wird auch viel getötet. Aber der Reihe nach.

Sylvain Runberg und Francois Miville-Deschênes führen die Geschichte einer Roman- und Filmvorlage fort. Mir waren der Film aus dem Jahr 1932 („Graf Zaroff - Genie des Bösen“) und der Roman aus dem Jahr 1924 („Das grausamste Spiel“) allerdings nicht bekannt. So begegne ich dem russischen Grafen hier im Comic zum ersten Mal.

Die Story ist schnell erzählt: Graf Zaroff hat sich auf eine abgelegene Insel zurückgezogen. Seine Leidenschaft: grausame Treibjagden mit Bluthunden auf Menschen. Seine Opfer: Schiffbrüchige, die in den Riffen seiner Insel kentern.

Zwei Begebenheiten jedoch sollen das Leben von Zaroff ändern. Eines seiner Opfer kann entkommen und mehr noch, den Grafen zu seinen Bluthunden sperren. Doch Zaroff überlebt die Hundeattacken und sucht sich eine neue Insel als Rückzugsort. Seine grausamen Treibjagden hat er aufgegeben. Aber: eines seiner früheren Opfer war ein berüchtigter Mafia-Pate aus Boston. Seine Tochter sinnt nun auf Rache. Sie entführt Zaroffs Schwester, töte deren Mann bringt sie gemeinsam mit den Kindern und weiteren Mafiosi unbemerkt auf die Insel. In einer Filmbotschaft kündigt sie ihrerseits die Jagd auf alle Zaroffs an. Das gegenseitige Töten kann beginnen...

Da waren’s nur noch...

Und wie eingangs angedeutet, getötet wird viel. Die Anzahl der Opfer erhöht sich quasi mit jeder Seite. Ob durch Pfeile, Pistolen, Tritt-Fallen, Armbrust, Tiger, Krokodile... gerne in Kombination. Auch wenn es blutig zugeht, allzu grausame Details bleiben erspart.

Was „Zaroff“ dabei so kurzweilig macht ist die konsequente Umsetzung. Es geht geradlinig voran. Keine großen Erklärungen, keine Story-Twists, die Positionen der Gegenspieler sind offensichtlich und trivial. Und als Leser müsste man sich auch eigentlich gar nicht auf eine spezielle Seite schlagen, sondern kann dem Treiben einfach zusehen. Unweigerlich aber möchte man sich eher Zaroff anschließen, der sich immerhin einer Überzahl an Gegnern gegenübersieht und nun versucht seine Schwester mit den Kindern in Sicherheit zu bringen. Sein Jagdfieber jedenfalls ist neu entfacht und er hat wahrlich nichts verlernt. Aber in Sachen Kaltblütigkeit steht ihm seine Gegenspielerin Fiona Flanagan in nichts nach.

Bösewicht mit Stil

Francois Miville-Deschênes setzt diese Auseinandersetzung mit seinen Bildern passend in Szene. Die Insel-Atmosphäre ist sehr gut eingefangen, dichte Vegetation bestimmt eine Vielzahl der Panels. Gelungen auch Mimik und Gestik der vielen Personen, die den Bildern Dynamik und Lebendigkeit verleihen - sofern natürlich die Personen nicht bereits erlegen sind. So zeugen schmerzverzerrte Blicke, vor Schreck geweitete Augen und schweißtriefende Gesichter von den Auswirkungen dieser besonderen Ausnahmesituation.

Zaroff selber ist überaus markant und einnehmend umgesetzt. Er vereint viele Eigenschaften, die einem überlegenen Bösewicht zugeschrieben werden können: intelligent, durchtrieben, grausam, dabei vornehm wirkend und mit Stil. Dass ihm gelingt, die ursprüngliche Abneigung seiner Schwester und ihrer Kinder seiner Vergangenheit und seinem Treiben gegenüber in echte Kooperation zu verwandeln, verwundert also nicht.

Das Grafische Dossier am Ende liefert zusätzliche, interessante Hintergründe zur Entstehung des Comics.

Fazit:

„Zaroff“ ist ein schnörkelloser, gut inszenierter Survival-Thriller. Und dass diese Fortsetzung des Originals durchaus eine weitere Fortsetzung mit sich bringen könnte, verrät uns das Schlussbild. Da käme was auf uns zu...

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