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Story
Zeichnung

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Die Geschichte um eine Ex-Agentin, die vom Schreibtisch zurück an die Waffen geht, wird packend erzählt. Trotz zahlreicher Action-Sequenzen, bei denen es auch derbe zur Sache geht, stehen bei „Velvet“ die Figuren und ihre Beziehung zueinander im Vordergrund.

Zeichnung

Steve Epting verpasst seinen detailreichen Bildern mit intensiven Schatten einen eher düsteren Look. Die Ausgestaltung der Szenen ist nuanciert und abwechslungsreich. Nicht zuletzt sind es aber wieder die Farben von Elizabeth Breitweiser, die für die besondere Atmosphäre sorgen.

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André C. Schmechta
Vom Schreibtisch zurück an die Waffen

Comic-Rezension von André C. Schmechta Mär 2019

Agent X-14 - alias Jefferson Keller - von der Geheimorganisation ARC-7 wird nach einem Einsatz erschossen. Erste Indizien scheinen auf einen Verrat aus den eigenen Reihen hinzuweisen. Aber ist Ex-Agent Frank Lancaster wirklich der gesuchte Schuldige? Velvet Templeton, Sekretärin des Direktors von ARC-7, zweifelt daran und ermittelt auf eigene Faust.

„Spione sind anders als normale Menschen...“

... und das gilt vor allem auch für Velvet selber. Denn sie ist beileibe keine „normale“ Sekretärin. Velvet stand selbst einmal im Dienste von ARC-7. Das ist schon eine Weile her, erste Hintergründe zu ihrer Versetzung sollen wir später erfahren. Zumindest ist Velvet nicht ganz auf sich allein gestellt. Aus ihrer Zeit als Agentin gibt es noch Verbündete. Auch wenn Velvet noch ein wenig aus der Übung ist, muss sie sich schnell wieder ihrer Fähigkeiten besinnen. Denn als sie Frank Lancaster aufsuchen möchte, trifft sie ihn ermordet an und gerät selber in die Schusslinie.

Ed Brubaker legt die Haupthandlung in die Zeit des Kalten Krieges. Immer weiter spannt er im Verlauf der Geschichte sein dichtes Geflecht aus Intrige, Verrat und internationalen Verstrickungen. Durch zahlreiche Rückblenden und Zeitsprünge erfahren wir von persönlichen Verbindungen und Konflikten. Insbesondere Hauptfigur Velvet Templeton gewinnt so schnell an Tiefe und Glaubwürdigkeit.

„... und wenn Spione ein echtes Leben hätten haben wollen, wären sie niemals welche geworden.“

Trotz zahlreicher Action-Sequenzen, bei den es auch derbe zur Sache geht, stehen bei „Velvet“ die Figuren und ihre Beziehung zueinander im Vordergrund. Von „007-Agenten-Romantik“ keine Spur. Das Agentenleben hat einsame und unangenehme Seiten. Wem kann man wirklich vertrauen? Welche Interessen verfolgt jeder einzelne innerhalb einer global agierenden Organisation mit den besten Agenten der Welt? Immer tiefer gerät der Leser in einen Sog aus emotionalen und dramatischen Entwicklungen.

Umso passender, dass Brubaker mit Velvet eine weibliche Hautfigur wählt, die zudem keine allzu glatt polierte, junge Superschönheit darstellt, sondern eine eher gereifte Persönlichkeit. Ihr Weg zur Agentin bietet spannende und aufschlussreiche Einblicke in ihre Vergangenheit.

Und Velvet sieht klasse aus - damit meine ich den gesamten Comic. Steve Epting verpasst seinen detailreichen Bildern mit intensiven Schatten einen eher düsteren Look. Die Ausgestaltung der Szenen ist nuanciert und abwechslungsreich. Kämpfe und Verfolgungsjagden werden besonders dynamisch und spektakulär inszeniert. Nicht zuletzt sind es aber wieder die Farben von Elizabeth Breitweiser, die für die besondere Atmosphäre sorgen.

Aber das kleinere, kompakte Format hat auch eine Schwäche: teilweise ist die Typographie in den Sprechblasen doch recht klein. Als echter Kritikpunkt soll das aber nicht gesehen werden.

Fazit:

„Before the Living End“ ist der spannende Auftakt der Spionagereihe „Velvet“, die bei Dani Books erscheint. Die Geschichte um eine Ex-Agentin, die vom Schreibtisch zurück an die Waffen geht, wird packend erzählt. Was zunächst noch wie ein rasanter Action-Comic anmutet, entpuppt sich schnell als atmosphärisch dichter Thriller mit einer starken Hauptfigur.

Velvet - 1. Before the Living End

Velvet - 1. Before the Living End

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