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Story
Zeichnung

Story

Die Abenteuer zeigen die unterschiedlichen Zutaten, die das Erfolgsrezept von Valerian und Laureline ausmachen: Mal ein actionreicher, spannender Konflikt auf fremden Planeten mit exotischen Schauplätzen und mal ein bunter, fantasievoller Mix mit humorvollen Passagen.

Zeichnung

Beachtet man den zeitlichen Ursprung der Abenteuer, ist es schon beachtlich zu sehen, mit welcher schier unbändigen Fantasie und Dynamik die Geschichten ausgestattet sind.

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André C. Schmechta
Günstige Gelegenheit für Neueinsteiger, eine visionäre Comic-Reihe mit Retrocharme kennenzulernen.

Comic-Rezension von André C. Schmechta Okt 2017

„Valerian & Laureline“ ist eine Science Fiction Comic-Reihe, die im Jahr 1967 von Zeichner Jean-Claude Mézières und Autor Pierre Christin erdacht wurde und bis heute über 20 Bände umfasst. Die Deutsche Reihe trägt den Titel „Valerian & Veronique“. Luc Besson (Regisseur und Produzent zahlreicher Filme, z.B. „Das Fünfte Element“)  bringt mit „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ die Abenteuer um die zwei Zeitreise-Agenten erstmals ins Kino. In der Kinofassung behalten beide Protagonisten wieder ihre ursprünglichen Namen – aus Veronique wird also wieder Laureline.

Passend zum Film erscheint nun bei Carlsen ein Sonderband, der die beiden dem Film zugrunde liegenden Comics enthält: „Band 2: Im Reich der tausend Planeten“ und „Band 6: Botschafter der Schatten“. Während der Film im modernen Computer-Gewand daher kommt, verbleiben die Comics im ursprünglichen Zustand – nur das Format ist etwas kleiner als die Original-Alben - und können ganz ihren Retrocharme entfalten. Anders als in den deutschen Original-Ausgaben wird aus Valerian & Veronique im Sonderband wieder Valerian & Laureline. Nun aber genug der Verwirrung um Namensänderungen und rein ins Abenteuer…

Fremde Planeten und fremde Kulturen im Überfluss

In „Reich der tausend Planeten“ (erstmal erschienen 1969) reisen Valerian und Laureline auf den Planeten Syrtis, um einer möglichen Bedrohung für die Erde nachzugehen. Im Mittelpunkt des Treibens auf Syrtis: die Kundigen. Von imposanter Erscheinung und hinter mächtigen Metallmasken und Helmen verborgen, gelten sie als Heiler und Wahrsager. Bewohner und Besucher von Syrtis pilgern zu ihnen, um sich die eigene Zukunft lesen zu lassen. Auch wenn der Herrscher auf Syrtis ein Prinz ist, müssen Valerian und Laureline erkennen, dass die Kundigen offenbar großen Einfluss haben und ihre Macht auf Syrtis ausüben. Als Valerian und Laureline bereits kurz nach ihrer Ankunft in das Blickfeld der Kundigen geraten, sind sie in Gefahr...

In „Botschafter der Schatten“ (erstmal erschienen 1975) geht es für Valerian und Laureline nach Central City, das weniger eine Stadt ist, sondern ein immer weiter gewachsenes gewaltiges Konstrukt aus Raumhäfen und verschiedenen Welten. Hier lebt eine Vielzahl unterschiedlicher Rassen und Völker. Aber es ist eher ein Neben- statt ein Miteinander, denn wirklich verbunden sind die unterschiedlichen Bestandteile von Central City nicht.  Valerian und Laureline geleiten den Botschafter der Erde - aus Sicherheitsgründen. Denn die Erde hat erstmals den Vorsitz des Rates und der Botschafter plant einige Veränderungen. Doch kaum auf Central City eingetroffen, wird der Botschafter entführt. Dabei werden auch Valerian von Laureline getrennt. Die Zeitreise-Agentin schlägt sich alleine durch das komplexe Gebilde Central City, um den Botschafter und Valerian zu suchen. Dabei lernt sie nicht nur verschiedene Völker kennen, sondern auch deren besondere Fähigkeiten…

Ein buntes Feuerwerk an Fantasie

Die beiden enthaltenen Abenteuer zeigen die unterschiedlichen Zutaten, die das Erfolgsrezept von Valerian und Laureline ausmachen: Mal ein actionreicher, spannender Konflikt in fernen Galaxien und auf fremden Planeten, mit exotischen Schauplätzen, die auch jedem Indiana Jones Abenteuer entsprungen sein könnten und mal ein bunter, fantasievoller Mix mit immer wieder humorvollen Passagen. Etwa wenn Laureline, den „Grunztier-Transmutator“ nutzen möchte, den sie vom Botschafter erhaltenen hat – ein lebendiges, rosa blaues, schweineähnliches Wesen, das wie eine Art Goldesel funktioniert und das offensichtlich ganz und gar nicht glücklich darüber ist, wie es für die „finanziellen“ Zwecke missbraucht wird.

Das wirkt zwar auch mal ein wenig albern, aber beachtet man den zeitlichen Ursprung der Abenteuer, so ist es schon beachtlich zu sehen, mit welcher schier unbändigen Fantasie und Dynamik Mézières und Christin die Geschichten ausgestattet haben – erzählerisch, wie zeichnerisch. Und nicht selten meint man an Szenen oder Alien-Rassen aus späteren Filmen erinnert zu werden.

Fazit

Es ist sicherlich nicht vermessen der Comic-Serie visionären Charakter zu unterstellen. Jean-Claude Mézières und Autor Pierre Christin haben mit ihren fantasievollen Science Fiction Abenteuern Comic- und Filme-Macher gleichermaßen inspiriert. Auch heute noch versprühen Valerian & Laureline genügend zeitlosen Charme, um mühelos zu unterhalten. Neueinsteigern bietet sich mit dieser doppelbändigen Filmausgabe eine günstige Gelegenheit die beiden Zeitreise-Agenten kennenzulernen.

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