The Dungeon of Black Company 01

The Dungeon of Black Company 01
The Dungeon of Black Company 01

Erschienen: März 2021

Erschienen: März 2021

Couch-Wertung

7
Story
Zeichnung

Story

Die abgestumpfte Handlung verleitet weder zum Lesen noch bietet sie aufregende Szenen. Der unsympathische Protagonist dämpft zusätzlich noch die Lesestimmung.

Zeichnung

Düstere Zeichnung, die sowohl auf die Stimmung drücken, sowie etwas ermüden. Einzig die Abfolge der Panels bringt ein wenig Leben in das Buch.

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Thomas Breuer
Lebe und liebe deine Arbeit

Comic-Rezension von Thomas Breuer Mai 2021

Einfach mal faul die Seele baumeln lassen, ist nicht! Kinji muss in einem Bergwerk seine Schulden abbezahlen. Dabei war er mal ziemlich reich. Jetzt heißt es für ihn, sich mit viel Schweiß zurück an die Spitze zu arbeiten.

The fast way down!

Keine Lust sich abzurackern? Schon der Gedanke, seinen Körper vom Sofa wegzubewegen, bereitet Bauchschmerzen? Dann könnte es sein, dass man ein NEET ist, wie Kinji Ninomiya. Für ihn ist es unvorstellbar, auch nur den kleinen Finger zu rühren und sich tagein, tagaus mit Arbeit zu plagen. Ja, er verhöhnt sogar die - seiner Meinung nach - „Idioten“, die jeden Tag alles geben, nur um ihr Geld zu verdienen.

Ungestraft kommt der junge Mann dennoch nicht davon. Plötzlich fällt er in ein dunkles Loch. Er erwacht in einer anderen Welt wieder. Hier besitzt er kein Geld und genießt keinen Wohlstand. Er wird an ein Bergwerksunternehmen verkauft, wo er für Kost und Logis hart schuften muss. Von ganz Unten möchte Kinji natürlich wieder hinauf an die Spitze gelangen. Dafür muss er tiefer graben.

In der Höhle der Monster

Das Glück ist dem jungen Mann gewogen. Während er seine Schulden abstottert, ist es klar, dass man jede Münze wie einen Schatz bewahrt. Zufällig entdeckt er einen Eingang zu einer tieferen Ebene des Bergwerks, als ihm ein Geldstück aus der Hand fällt.

Das Bergwerk in dem Kinji arbeitet war ein ehemaliger Dungeon. Die Herrscher der Welt haben festgestellt, dass es ist profitabler ist, die Rohstoffe in den Dungeons abzubauen, als sich auf Helden zu verlassen, welche die Tunnel erst erforschen müssen. Begehrter Rohstoff der „Bergbaugesellschaft“ ist das Maginite. Ein Gestein, das als Energiequelle genutzt wird. Je tiefer in den Dungeon eingedrungen wird, umso besser ist die Qualität des Maginite. Mit jedem tieferen Vorstoß in den Stollen erhöht sich jedoch die Gefahr von Monstern angefallen zu werden.

Kinji und sein Kollege müssen dies auch feststellen. Mittels des Geheimganges sind die beiden in die dritte Ebene des Dungeons vorgedrungen. Hier sind auch die Monster gefrässiger. Zumindest eines mit dem Namen Rim. Kurzum sieht dieses Kinji und seine Begleiter als Festmahl. Um vom Tellerrand des Ungeheuers zu springen, handelt Kinji einen Deal mit Rim aus. Wenn das Monster ihn in diesem Dungeon beschützt, soll es die köstlichsten Speisen bekommen, um seinen Hunger zu stillen. Bedauerlicherweise hat Rim mehr Hunger als es Kinjis Geldbeutel guttut.

Gewerkschaft der Monster

Das arbeitende Volk zu verhöhnen geht überhaupt nicht, deshalb ist es nur Recht, dass der Protagonist dieser Geschichte anfangs gleich ordentlich bestraft wird. Dies zeigt, dass Kinjis Charakter nur verdorben ist und überhaupt keine sympathischen Seiten an sich hat. Im weiteren Verlauf der Handlung lässt sich weder Mitleid noch Wohlgefallen für den Helden aufbringen. Jeder Ansatz von Kinji hat immer einen fiesen Hintergedanken, der seinen Aufstieg unterstützten soll. So nutzt er sein Wissen über Arbeitsrecht aus unserer Welt aus, um eine Revolte unter den Monsterameisen zu provozieren. Ehe es sich die Ameisenkönigin versieht, haben die Arbeiterameisen eine Gewerkschaft gegründet und erheben sich gegen die Regentin.

Eingangs ist die Idee, die Vorzüge des Sozialismus in eine Fantasywelt einzuführen, noch amüsant zu betrachten. Mit der Zeit erregt sich der Verdacht ein volkswirtschaftliches Buch zu lesen. Die Zeichnungen heben nur geringfügig die Punktezahl. Sie wirken selbst düster wie ein Dungeon und bieten keine herausstechen Bilder, welche einen Anreiz zum Lesen geben.

Fazit:

Ohne Fleiß kein Preis. Dieses Sprichwort ist passend für diese Geschichte, denn Kinji muss sich kräftig ins Zeug legen, um wieder an die Spitze zu kommen. Unglücklicherweise können weder Zeichnungen noch Story die Leser betören, diesen Aufstieg gebannt zu verfolgen.

The Dungeon of Black Company 01

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