The Discipline

Erschienen: April 2018

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So düster und spannend wie eine Fantasy-Serie im modernen TV, aber doppelt so innovativ und erotisch! Peter Milligan undLeandro Fernández erzählen die Geschichte der frustrierten Ehefrau Melissa, die sich von einem Fremden in einen uralten Konflikt ziehen lässt, der von sündigem Sex, monströsen Kreaturen und unglaublichen Metamorphosen geprägt ist ...

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07.04.2020 14:15:23
Citizen K

Die historischen Abgründe der Sexualität: Inhaltlich fragwürdig, optisch faszinierend
Der „Die Verführung“ betitelte erste Paperback der Serie „The Discipline“ versammelt die US-Hefte #1-6, erschienen von März bis August 2016 im amerikanischen „Image“-Verlag. Geschrieben hat sie das britische Urgestein Peter Milligan („Shade: The Changing Man“/„Justice League Dark“), gezeichnet hat der Argentinier Leandro Fernandez („Punisher MAX“/„Northlanders“).

Im Zentrum der Geschichte steht die (besonders sexuell) frustrierte junge Haus- und Ehefrau Melissa, die in einer Galerie einen geheimnisvollen Fremden trifft. Dieser entpuppt sich nicht einzig als gerissener Verführer, sondern auch als Anwerber einer mythischen Geheimgesellschaft aus Echsenwesen, die sich „die Disziplin“ nennt. Diese führt seit Jahrhunderten einen Kampf gegen die sogenannten Stalker, unsterbliche Monster, die aber darauf angewiesen sind, immer wieder menschliche Gestalt anzunehmen und beim Sex in einen neuen Wirtskörper zu springen. Halb aus Faszination, halb aus Angst um ihre Familie, die von der „Disziplin“ bedroht werden, lässt sich Melissa auf eine ebenso explizite wie gefährliche Ausbildung in dem Geheimbund ein.

Milligans Script weist leider einige charakteristische Schwächen auf: Der Ansatz der Geschichte bewegt sich gefährlich nah an zwei literarisch minderwertigen, kommerziell aber äußerst erfolgreichen Phänomenen der letzten Jahre. Das Motiv der jungen Frau, die, von der realen Welt gelangweilt, eine zunehmende Faszination für einen übernatürlichen Liebhaber entwickelt, erinnert an „Twilight“ ohne Vampire (aber dafür mit sexy Eidechsen), bei der sado-masochistischen Komponente, die mit der Initiation in den Orden der „Disziplin“ einhergeht, winkt „50 Shades of Grey“ sehr hässlich mit dem Zaunpfahl.

Auch über diese unguten Assoziationen hinaus schwächelt die Erzählung: Milligan gelingt es nicht, die historische Parallelwelt, in der sich die „Disziplin“ und ihre Gegner bewegen, prägnant zu schildern und damit überhaupt erst eine Faszination für diesen Orden aufzubauen – hier bleibt alles relativ beliebig und generisch. Besser gelang die Charakterisierung von Hauptfigur Melissa, der man sowohl das verhuscht-mäuschenhafte, als auch die zunehmenden gewalttätigen Ausbrüche, die mit der Ausbildung einhergehen, glaubhaft abnimmt. Diese eher burschikos-knabenhafte Figur in den Fokus zu stellen, nimmt der Serie viel von dem exploitativen Charakter, der ihr eigentlich zu eigen ist. Dennoch wirken gerade die Sex-Szenen und die Folterungen im Rahmen der Ausbildung immer noch unangenehm so, als wären sie darauf ausgelegt, sich an der Gewalt, die Melissa gegenüber ausgeübt wird, zu ergötzen.

Trotzdem sind die Zeichnungen das große Plus der Serie: Zwar orientiert sich Fernandez deutlich an dem Stil, den Eduardo Risso („100 Bullets“) popularisiert hat, entwickelt aus dessen kantigen Linienführung und markanten Kontrasten aber einen ganz eigenen Fluss. Die Figuren strotzen, wie die Geschichte es verlangt, entweder vor animalischer Kraft oder vor filigraner Eleganz, die Handlung fließt dynamisch voran, gleichzeitig ist jedes einzelne Bild gut ausgearbeitet und komponiert.

Bonusmaterial: Einleitung, Informationen über die Autoren, Originalcover, drei Seiten mit Pin-Ups.