Sturmhöhe

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André C. Schmechta
7

Comic-Couch Rezension vonApr 2022

Story

„Sturmhöhe“ ist im Kern eine tragische Familien- und Liebesgeschichte. Es fällt aber schwer auf den 96 Seiten auch nur eine Figur auszumachen, die man irgendwie ins Herz schließen möchte.

Zeichnung

Beinahe naiv anmutende Bilder, die zwar mit ihrer stimmungsvollen Kolorierung einen Hauch nostalgischen Zauber versprühen, aber eben auch etwas Ernsthaftigkeit aus der Geschichte nehmen.

Turbulentes Hin und Her vieler unsympathischer Figuren

Der Waisenjunge Heathcliff erhält auf „Wuthering Heights“ - dem Anwesen der Familie Earnshaw - die Chance auf ein normales Leben. Während Hindley, der Sohn des Hauses, wenig begeistert von dem Neuankömmling ist, entwickelt Tochter Cathy durchaus Gefühle für den Jungen.

Ich lieb‘ dich nicht, du liebst mich nicht - oder doch?

„Sturmhöhe“ (Wuthering Heights) basiert auf dem gleichnamigen und einzigen Roman der englischen Autorin Emily Brontë und ist im Kern eine tragische Familien- und Liebesgeschichte. Im Mittelpunkt stehen dabei Heathcliff und Cathy, die zwar Zuneigung empfinden, diese aber vor den familiären und gesellschaftlichen Hintergründen nicht wirklich offen gestehen können oder wollen. Natürlich ist dies auch ihrem jungen Alter geschuldet. Es gibt noch einige Unwegsamkeiten mehr, die schließlich dazu führen, dass Heathcliff das Anwesen verlässt. Doch als Heathcliff später als junger Mann wieder auftaucht, sollen die Ereignisse unaufhaltsam ihren dramatischen Verlauf nehmen.

Ein Drama in vielen Akten

Es fällt schwer auf den 96 Seiten auch nur eine Figur auszumachen, die man irgendwie ins Herz schließen möchte. Alle haben eher abweisende Charakterzüge, sind unhöflich und taktlos, wirken sprunghaft in ihrem Handeln. Und selbst wenn für einen kurzen Augenblick vermeintliche Harmonie durchschimmert, wird diese jäh durch eine Äußerung oder eine gar boshafte Begebenheit wieder zunichte gemacht. Und so werden wir hineingeworfen in eine Spirale aus Liebe, Leiden, Eifersucht, Verrat und Rache, die Heathcliff - kaum auf Wuthering Heights angekommen - in Gang gesetzt hat.

Dem entgegen stehen beinahe naiv anmutende Bilder, die zwar mit ihrer stimmungsvollen Kolorierung einen Hauch nostalgischen Zauber versprühen, aber eben auch etwas Ernsthaftigkeit aus der Geschichte nehmen. Dennoch, gerade in den düsteren Momenten entsteht eine dichte Atmosphäre und die emotionale Verfassung der Charaktere kommt durch ihre betonte Mimik gut zur Geltung.

Fazit:

Versprüht das Cover noch stimmungsvolle Melancholie, so entpuppt sich die Geschichte doch eher als turbulentes Hin und Her vieler unsympathischer Figuren. Dennoch überwiegt stets die Neugierde herauszufinden, welches Ende die Geschichte nehmen wird und ob sich möglicherweise doch noch irgendetwas zum Guten wenden mag.

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