Simon & Louise

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André C. Schmechta
8

Comic-Couch Rezension vonSep 2022

Story

Es bereitet schon auf den ersten Seiten großes Vergnügen dem jung verliebten Pärchen zuzuschauen. Max de Radiguès erzählt in locker leichtem Stil, sehr lebensnah und unaufgeregt.

Zeichnung

Mit einfacher Linienführung, schönen klaren Farben und vielen liebevollen Details unterstreichen die Bilder den naiven Charme der Geschichte.

Eine kleine Liebesgeschichte, aus zwei Perspektiven erzählt.

Hach ja! Die Liebe kann schon im jungen Alter so manche Irrungen durchlaufen, wie auch Simon & Louise erfahren müssen. Und das, wo doch gerade Ferien sind.

Louise reist mit ihrer Familie nach Südfrankreich, Simon ist mit seiner Mutter unterwegs. So können sich beide in der langen schulfreien Sommerzeit leider nicht sehen. Dank Handy könnten sie natürlich eigentlich problemlos in Kontakt bleiben. Doch als Simon direkt am ersten Ferientag feststellen muss, dass Louise auf Social Media ihren Beziehungsstatus auf „Single“ aktualisiert hat, ändert sich alles.

Wenn Simon eine Reise macht…

Es bereitet schon auf den ersten Seiten großes Vergnügen dem jung verliebten Pärchen zuzuschauen. Max de Radiguès erzählt in locker leichtem Stil, sehr lebensnah und unaufgeregt. Natürlich schlage ich als Vater zweier - inzwischen erwachsener - Söhne beim Lesen meine Hände über dem Kopf zusammen, als sich der junge Simon ohne Wissen seiner Mutter ganz alleine per Anhalter in das 520 km entfernte Montpellier aufmacht, um Louise dort wiederzusehen. Und meine Bedenken sollen durchaus berechtigt sein, denn manche Begegnung lässt Schlimmes befürchten.

So begleiten wir den jungen, meist betrübt oder verzweifelt dreinblickenden Simon auf einer schon fast abenteuerlichen Reise, die uns mal schmunzelnd, mal verzückt, mal berührt, mal überrascht und mal mit Sorgenfalten auf der Stirn, zügig durch die Seiten blättern lässt. Schließlich will man doch endlich wissen, ob Simon irgendwie heil bei Louise ankommt und beide doch wieder zusammen sein können.

… und Louise nicht unbedingt auf ihn wartet

Apropos Louise. Im zweiten Teil des Buches werden die Ereignisse und Entwicklungen aus ihrer Perspektive geschildert. Und die stellen sich durchaus etwas anders dar. Natürlich zeigt sich, dass so mancher Umstand missverstanden wurde und Louise gar nicht bewusst war, was sie Simon da angetan hat. Es ist halt eben alles nicht so einfach.

Mit einfacher Linienführung, schönen klaren Farben und vielen liebevollen Details unterstreichen die Bilder den naiven Charme der Geschichte. Max de Radiguès bleibt stets dicht bei seinen beiden Hauptfiguren, sorgt durch schöne Schauplatzwechsel immer wieder für Abwechslung. Überwiegend kleinere Panels verteilen sich dabei auf den 120 Seiten.

Fazit:

„Simon & Louise“ ist eine schöne, kleine Liebesgeschichte aus zwei Perspektiven erzählt. Vielleicht erzählt uns Max de Radiguès ja irgendwann einmal, wie es mit den beiden weitergeht.

Simon & Louise

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