Couch-Wertung

9
Story
Zeichnung

Story

Die Story ist genauso verrückt wie die Bilder. Das hat aber leider dazu geführt, dass ich mit den Figuren nicht viel anfangen konnte.

Zeichnung

Die Farben, die Figuren und die Hintergründe – die Bilder in Safari Honeymoon haben mich echt umgehauen.

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Nina Pimentel Lechthoff
Der Dschungel, die letzte Grenze

Comic-Rezension von Nina Pimentel Lechthoff Nov 2019

Flitterwochen mit Nebenwirkungen

Ein Ehepaar verbringt seine Flitterwochen in einem gefährlichen, psychedelischen Dschungel. Ihr Begleiter, der Safari Guide, beschützt sie vor der wilden Flora und Fauna, die entweder giftig ist, die Fremden umbringen will oder beides. Trotz der vielen Gefahren genießt das Ehepaar die Flitterwochen, die – obwohl sie mitten im tiefen Dschungel sind – sehr luxuriös ausfallen. Denn der Safari Guide ist nicht nur Bodyguard und Fremdenführer, sondern auch ein Spitzenkoch. Doch nach und nach durchdringt der wilde Dschungel die Grenze zwischen sich und den Besuchern.

Was für’n Trip, Alter…

Jesse Jacobs Werke zu lesen ist ein Trip durch fantastische Welten. Der Dschungel ist voller geheimnisvoller Kreaturen, die unheimlich und unheimlich seltsam aussehen. Da gibt es ein Tier, das ein bisschen aussieht wie ein Tintenfisch, hat aber anstatt Tentakel viele lange Beine, ein großes Maul auf der Unterseite des Körpers und ein riesiges Auge in der Mitte des Kopfs. Aber das ist nur eines der vielen, vielen Tiere, die man neben den vielen, vielen Pflanzen in Safari Honeymoon bestaunen kann. Keine Figur gleicht der anderen, auch wenn sie der gleichen „Spezies“ angehören.

Nicht nur die Figuren stammen gefühlt aus einem Drogentrip, auch die verschiedenen Schauplätze, die im Comic vorkommen, sind herrlich seltsam. Sei es die Unterwasserwelt, in der die Figuren atmen können, oder der Hügel, auf dem das Raum-Zeit-Kontinuum außer Kraft gesetzt wird. Der gesamte Dschungel ist richtig interessant aufgebaut.

Grün, grün, grün sind alle meine Sachen!

Die Farbe Grün passt sehr gut zum Dschungel, könnte man meinen. Trotzdem wirken der Wald und seine Kreaturen etwas befremdlich. Das liegt in meinen Augen daran, dass das Grün, das benutzt wird, sehr hell ist. Zusammen mit Weiß und Schwarz (das zum großen Teil nur für die Umrandungen und Haare eingesetzt wird) ergibt sich eine sehr helle und freundliche Farbpalette. Dadurch können bestimmte Elemente gut hervorgehoben werden, die in einem kräftigeren Grün gehalten werden, wie etwa die sprechenden Bäume, die zwischendurch auf einer ganzen Seite erscheinen und die Erzählung unterbrechen.

Die schönsten Seiten sind für mich die, in denen kleine Panels, die dicht nebeneinanderstehen, die Vielfalt des Fantasy-Dschungels zeigen. Diese Seiten kommen ohne Texte gut aus und haben im Grunde auch nichts mit der Geschichte zu tun, sondern stehen für sich (ähnlich wie die Seiten mit den sprechenden Bäumen).

Story? Was für eine Story?

So sehr mir die sehr verrückten Zeichnungen gefallen haben, ist mir die Story dann doch zu verrückt. Und damit meine ich nicht, dass etwa die fantastischen Orte und seltsamen Figuren und ihre Vorgeschichten nicht erklärt werden (das werden sie zwar tatsächlich nicht, aber damit habe ich persönlich kein Problem). Mich haben die ständigen Ortswechsel etwa irritiert und mir ging das alles einfach viel zu schnell. Von dem einen Moment zum nächsten sind die Figuren an einem anderen Ort. Was aber für mich am schlimmsten ist: Die Figuren haben sehr unvorhersehbar gehandelt. Dadurch, dass ich nicht wirklich ein Konzept der Figuren in meinem Kopf bilden konnte, konnte ich keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Was sehr schade ist, denn die Geschichte an sich hätte dadurch viel interessanter werden können.

Fazit:

Ich mag den Zeichenstil von Jesse Jacobs unheimlich gerne und seine Bilder machen Safari Honeymoon für mich zu etwas Besonderem. Seine fantastischen Figuren, die verrückten Orte im Dschungel und die Farbpalette haben alle zusammen ein sehr schönes Gesamtpaket gebildet – zumindest was das Visuelle angeht. Leider hatte die Story für mich nicht viel zu bieten, vor allem auf der Figurenebene.

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