Morgen - Akt 1

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André C. Schmechta
9

Comic-Couch Rezension vonNov 2022

Story

Die Geschichte entwickelt sich ruhig und mysteriös. Nach und nach werden die Handlungsfäden griffiger. Aufmerksam und erwartungsvoll liest man Panel für Panel ohne zu ahnen, welche Richtung die Geschichte einschlagen wird oder welche Wendung uns überraschen wird. So bleibt es durchweg spannend und sehr kurzweilig.

Zeichnung

Die schöne ligne claire von Louis Alloing begeistert durch ihre klaren, aber dennoch facettenreichen Farben, eine schöne Dynamik in den Perspektiven und immer wieder detailverliebte Ausgestaltung der Schauplätze.

Parallelwelten.

In den Fünfzigerjahren machen die beiden befreundeten Teenager Ted und Joe eine sonderbare Entdeckung in einem verlassenen Haus. Hinter einer Tür verbirgt sich ein scheinbar unendlich großer dunkler Raum ohne irgendetwas Sichtbares darin. Mit ihren Freundinnen planen Sie am folgenden Tag den Raum erneut aufzusuchen.

In einer postapokalyptischen Welt in nicht allzu ferner Zukunft versucht Martin seine Tochter Fleur durch unsichere und gefährliche Zeiten zu bringen. Nachdem Martin von einer Gruppe zwielichtiger Männer zu einer Operation eines Verletzten gezwungen wird, macht er sich mit seiner Tochter auf die Flucht.

Ein Stück heile Welt hier, eine ungewisse Zukunft dort

Das bekannte und erfahrene Autorenduo Leo und Rodolphe gestaltet zwei Zeitlinien, die zunächst unterschiedlicher nicht sein können. In der einen erleben wir Teenager in einem noch heilen Amerika. In der anderen sieht ein Vater mit seiner Tochter in einer unwirtlichen Welt voller Gefahren einer ungewissen Zukunft entgegen. Schon bald wird klar, dass diese beiden Welten miteinander verwoben sind.

Die Geschichte entwickelt sich ruhig und mysteriös. Wir können uns mit den einzelnen zunächst noch etwas unspezifischen Charakteren und ihrem Umfeld vertrauter machen. Aufmerksam und erwartungsvoll liest man Panel für Panel ohne zu ahnen, welche Richtung die Geschichte einschlagen wird oder welche Wendung uns überraschen wird. So bleibt es durchweg spannend und sehr kurzweilig.

Berührungspunkte

Nach und nach werden die Handlungsfäden griffiger. Geheimnisvolle Ereignisse hier, handfeste Auseinandersetzungen dort. Während sich Ted und Joe schon bald mit den Hütern des Gesetzes konfrontiert sehen, müssen Martin und Fleur erkennen, dass sie das Gesetz wohl selber in die Hand nehmen müssen, wenn sie überleben wollen. Und es wird erste Berührungspunkte zwischen den beiden Welten geben – zunächst aber nur in Träumen…

Die schöne ligne claire von Louis Alloing begeistert durch ihre klaren, aber dennoch facettenreichen Farben, eine schöne Dynamik in den Perspektiven und immer wieder detailverliebte Ausgestaltung der Schauplätze. Die zukünftige Welt ist der heutigen generell nicht unähnlich. Aber zerstörte Städte, seltsame Kreaturen am Himmel oder futuristische Fortbewegungsmittel deuten wesentliche Eingriffe in Leben und Natur an. Hier werden wir sicher noch einige markante Überraschungen in den kommenden Bänden erwarten dürfen. Dann auch mit näheren Hintergründen zu den Ereignissen, die die Welt verändert haben.

Fazit:

Schade, „Morgen - Akt 1“ hätte gerne noch ein wenig länger geraten dürfen. Leo, Rudolphe und Louis Alloing haben einen tollen Auftakt Ihrer Comic-Reihe geschaffen. Die Geschichte kann sich noch in so viele mögliche Richtungen weiterentwickeln, bietet viel Spielraum für dramatische Ereignisse und packende Wendungen. Ich hoffe, dass dann auch die Figuren noch schärfer gezeichnet werden und das eine oder andere Geheimnis um ihre Person gelüftet wird. Leider ist Band 2 noch nicht angekündigt. Ich begebe mich dann jedenfalls gerne wieder in die Parallelwelten.

Morgen - Akt 1

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