Couch-Wertung

8
Story
Zeichnung

Story

Donnerfrettchen! Ein charmant-witziger Spaß für Groß und Klein. Ein gelungener Start in die Welt der Monster.

Zeichnung

Der Zeichner-Wechsel trübt ein wenig den sehr guten Gesamteindruck, bleibt aber durch die gelungene erste Hälfte deutlich über dem Durchschnitt.

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Marcel Scharrenbroich
Who you gonna call?

Comic-Rezension von Marcel Scharrenbroich Jan 2018

>>HATSCHI!!!<<

Der junge Ezekiel, kurz „Zick“ genannt, lebt mit seiner Mutter und seinem haarlosen Kater Timothy in Oldmill Village, einem der ältesten Viertel von Bigburg. Der Zehnjährige wird von Gleichaltrigen und den Nachbars-Schwestern Patty und Tatty als Sonderling abgestempelt, da er häufig Selbstgespräche führt und selten das Haus verlässt. Zusätzlich leidet der Junge an allen nur erdenklichen Allergien. Staub, Katzenhaare (welch ein Glück, dass Timothy praktischerweise nackelig unterwegs ist), Zuckerguss, Monster… Moment, Monster??? JA… Monster!

Zick hat die unerklärliche Gabe Monster zu sehen, die sich in der ganzen Stadt, mitten unter den menschlichen Bürgern tummeln und dem nachgehen, was Monster halt so machen. Einige dieser Exemplare leben sogar, ungesehen von allen anderen, mit ihm unter einem Dach. Als wäre dies nicht bereits außergewöhnlich genug, spuken auch noch Zicks verstorbene Großeltern munter durchs Haus. Ach ja, nebenbei führt er noch anregende Gespräche mit seinem Kater Timothy (der Nackelige), der seiner Mentor-Funktion als „Hüter“ nachkommt und so über Zick wacht.

Zählt man all diese Punkte mal zusammen und denkt ein wenig drüber nach, hört sich „Sonderling“ gar nicht mehr so abwegig an, oder?

Als wäre Zicks Leben (vor allem angesichts der genannten Aspekte) nicht schon spannend und außergewöhnlich genug, soll es bald noch eine Spur aufregender werden. Und zwar an dem Punkt, als ein gleichaltriges, neugieriges Mädchen in die Nachbarschaft zieht…

Gesundheit…

Elena Patata (ja, ihr Nachname heißt übersetzt „Kartoffel“ und glaubt mir, ALLE Witze darüber werden schon im ersten Kapitel gemacht) ist mit ihren Eltern frisch aus einem anderen Bezirk von Bigburg zugezogen und es dauert auch nicht lange, bis sie auf die tratschenden Schwestern Patty und Tatty trifft. Diese warnen den Neuankömmling ausdrücklich vor dem sonderbaren Nachbarsjungen, da dieser angeblich nicht mehr alle Raupen in der Nuss hat.

Unvoreingenommen und abenteuerlustig, wie Elena nun mal ist, überwiegt bei ihr die Neugier und sie MUSS den mysteriösen Eigenbrötler kennenlernen. Um das Eis zu brechen schiebt Elena ihren pummeligen Kater Bandito vor, bzw. sie versucht, den Brocken durch die Katzenklappe von Zicks Haus zu quetschen… mit eher mäßigem Erfolg. Aber was soll’s? Zicks Aufmerksamkeit hat Elena so auf jeden Fall gewonnen und der erste (wenn auch stolprige) Schritt Richtung Freundschaft ist getan.

Das erste Kennenlernen ist aber nur der Beginn einer Reihe von großen und kleinen Abenteuern für die beiden, denn nicht alle Monster in Bigburg sind Mensch und Tier wohlgesonnen und unter der Oberfläche der Stadt brodelt es bereits gewaltig.

Bewaffnet mit Inhalator, Abenteuerlust und flotten Sprüchen begeben sich Zick und Elena in die spaßig-spannende Welt von „Monster Allergy“.

Monströser Spaß in 4 Akten

Die in ihrem Heimatland Italien schon ursprünglich 2003 gestartete Comic-Reihe „Monster Allergy“ wird nach diversen Fehlversuchen nun von Dani Books erstmals komplett in Deutschland vorgelegt und umfasst in ihrer Vollständigkeit 29 Kapitel. Fünf der geplanten acht Paperbacks sind bereits erschienen. In dem mir vorliegenden Start der Reihe sind die ersten vier Kapitel („Das Haus der Monster“, „Die Pyramide der Unverwundbaren“, „Magnacat“ und „Die schwebende Stadt“) enthalten.

Bereits im ersten Teil der Gesamtausgabe lässt sich ein roter Faden erkennen, der sich durch die Geschichte zieht und andeutet, dass noch einige Geheimnisse in der fortlaufenden Story enthüllt werden. Nach Beenden von Band 1 ist mir besonders positiv aufgefallen, dass die dort behandelte Storyline als in sich abgeschlossen betrachtet werden kann. Dies geschieht natürlich nicht, ohne ein paar Köder, bzw. Appetithäppchen auszulegen, die sehr viel Lust auf mehr machen und zeigen, dass gerade mal an der Oberfläche eines Großen und Ganzen gekratzt wurde. Andeutungen und Offenbarungen lassen den Leser neugierig zurück und sorgen so für einen perfekten Cliffhanger.

Ebenfalls bei Dani Books ist bereits der erste Band der Nachfolge-Serie „Monster Allergy: Evolution“ als Hardcover-Ausgabe erschienen. Dort verschlägt es Zick und Elena nach ihren vergangenen Abenteuern in Oldmill Village als junge Erwachsene an die Universität von Wunderville. Ein zweiter Band ist bereits für das Frühjahr 2018 geplant.

2005 wurde zudem in Zusammenarbeit mit dem ZDF eine zwei Staffeln (mit insgesamt 26 Folgen) umfassende, gleichnamige Zeichentrickserie produziert. Die italienisch/deutsche Ko-Produktion flimmerte bei uns im Oktober 2006 erstmals beim Kinder- und Jugendsender KiKA über den Bildschirm.

Leichte Abzüge in der B-Note

Ich bin ehrlich… anfänglich war ich beim Blick aufs Cover etwas skeptisch, da der erste Eindruck doch sehr auf ein junges Publikum deutet. Ich befürchtete aus der Zielgruppe kilometerweit herauszustechen und dass die Story wohl dementsprechend „seicht“ geraten würde. Aber NÖ… Alarm abstellen, Kommando zurück… alles gut!

Positiv überrascht, fühlte ich mich erschreckend schnell sehr wohl in der Monster-Welt von Bigburg, mit all seinen liebenswerten und schrulligen Charakteren. „Monster Allergy“ ist ein sehr gutes Beispiel für einen All-Ages-Titel, der sowohl Kinder als auch ältere Semester und Junggebliebene gleichermaßen begeistern kann. Das Tempo ist schnell, ohne hektisch zu wirken. Auch der Humor in Wort und Bild ist passend und hat mich mehrfach laut auflachen lassen. Die cartoonigen, lebhaften Zeichnungen, die in ihrem dynamischen Stil sehr an Disney-Werke erinnern, können über weite Teile überzeugen. Speziell Kapitel 1, mit Zeichnungen von Alessandro Barbucci und Kapitel 2, bei dem Giovanni Rigano am Werk war, haben mich begeistert, wobei ich den Stil von Rigano deutlich favorisiere. Bei den Kapiteln 3 und 4 war Paolo Campinoti verantwortlich für die künstlerische Gestaltung, dessen Zeichnungen gegenüber den anderen Künstlern leider deutlich schlechter abschneiden. Die beschwingte Dynamik fehlt leider an allen Ecken und Enden. Auch in Sachen Detailverliebtheit ziehen die beiden letzten Kapitel den deutlich Kürzeren. Die ausdrucksstarke Mimik aus Kapitel 2, die auch einen Großteil des Humors grafisch unterstreicht und hervorhebt, lässt sich hier oft nur erahnen und kommt nicht über ein Mittelmaß hinaus. Schade.

Fazit:

Der Auftaktband der „Monster Allergy–Gesamtausgabe“ macht sehr viel richtig und kann qualitativ und inhaltlich punkten. Eine spaßige und charmante Wohlfühl-Reihe für alle Altersklassen, die sich entspannt, unbeschwert und schmunzelnd unterhalten lassen wollen. Der merkbare Zeichner-Wechsel schmälert ein wenig den Gesamteindruck und es hätte bei durchgehender Arbeit von Barbucci oder Rigano auf jeden Fall eine höhere Wertung erzielt werden können. Nichtsdestotrotz ein toller Start, von dessen kindlichen, ersten Eindruck man sich nicht abschrecken lassen sollte.

Ich fühle mich pudelwohl in Bigburg und werde Elena und Zick auch weiterhin bei ihren monströsen Abenteuern begleiten.

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