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Story
Zeichnung

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Die Bauernsiedlung Pan wird von ihrem Nachbarn Fortuna unterdrückt und soll ein Viertel ihrer Reisernte als Schutzgeld hergeben. In letzter Minute bietet sich eine Gelegenheit, den Konflikt zu lösen: Mechanica Caelestium, ein Ballspiel, das von Runde zu Runde gefährlicher wird.

Zeichnung

Merwan Chabane schafft ein unglaublich stimmiges Szenario, in das man sofort eintauchen kann. Die Bilder haben etwas ungestümes und wildes, überraschen immer wieder mit tollen Details.

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André C. Schmechta
Mögen die Spiele beginnen

Comic-Rezension von André C. Schmechta Jun 2020

Frankreich, 2068. Nach einem Krieg sind Städte zerstört, die Ressourcen knapp. Die Bauernsiedlung Pan wird von ihrem Nachbarn Fortuna unterdrückt und soll ein Viertel ihrer Reisernte als Schutzgeld hergeben. In letzter Minute bietet sich eine Gelegenheit, den Konflikt zu lösen: Mechanica Caelestium.

Doch noch weiß niemand, auf was sie sich da eingelassen haben, als das Oberhaupt von Pan dem Vorhaben zustimmt. Zudem ist bei einem Scheitern der zu zahlende Preis enorm: 50% der Ernte sollen dann Fortuna zufallen. Es steht also einiges auf dem Spiel für das arme Pan und nicht alle sind mit der Entscheidung einverstanden.

An die Waffen - äh Bälle!

Auf den ersten Seiten werden wir mit den wichtigen Figuren vertraut gemacht - allen voran die junge Aster und ihr Freund Juba. Durch sie lernen wir auch den Zustand kennen, indem sich Pan befindet, bevor dann die Kräfte Fortunas eintreffen.

Dann geht es aufs Spielfeld. Zunächst sind die Regeln einfach: Mit Bällen sollen gegnerische Spieler abgeworfen werden, die dann aus dem Spiel ausscheiden. Die Mannschaft, die keine Spieler mehr auf dem Feld hat, verliert.

So einfach so gut. Jedoch versteht es das Team um Fortuna die Regeln auch mal zu ihren Gunsten zu verbiegen oder gänzlich neu auszulegen. Gespielt wird an verschiedenen Schauplätzen. Das Finale wird in einer gigantischen Arena ausgetragen. Hier können sogar die Wetterbedingungen manipuliert werden.

Das Spiel nimmt immer martialischere Formen an, schweres Gerät und Waffen sind Teil der Ausrüstung. Derweil kommt es im Volk zu Unruhen um die herrschenden Ungerechtigkeiten in der Region. Klar erinnert uns das an Katniss und die Tribute von Panem mit ihren Distrikten.

Mit Tempo und Spannung in die Herzen der Leser

Merwan Chabane schafft ein unglaublich stimmiges Szenario, in das man sofort eintauchen kann. Die Bilder überraschen immer wieder mit tollen Details – beindruckend die ganzseitigen Formate. Wahrlich mitreißend sind dann tatsächlich die Ballsport-Gefechte. Dynamik, Perspektivwechsel, im rasanten Tempo fliegen die Körper in halsbrecherischem Moves über die Seiten und in ebensolchem Tempo hasten die Augen über die Panels. Wenn nur noch Aster einer größeren Anzahl Gegnern gegenübersteht, wird es richtig spannend.

Bei dem bunten Potpourri an Figuren ist die rothaarige, fuchsschwänzige Aster dann auch ganz klar der Star - und das kann wörtlich genommen werden. Mit ihrer unerfahrenen Mannschaft stellt sie sich dem vermeintlich überlegenen Gegner und entwickelt sich mit jedem Spielzug zum Symbol für die Befreiung aus der Unterdrückung und spielt sich so auch in die Herzen der Leser.

Die politischen Aspekte geraten bei aller „sportiver“ Auseinandersetzung nie in den Hintergrund. Schon allein durch die immer wieder unfair veränderten Regeln wird klar, wer hier die Benachteiligten sind. Doch es gibt auch besondere Sympathisanten für das Team aus Pan. Und so nehmen auch die Herkunft und familiären Konstellationen Raum in der Geschichte ein. Neben den Regionen Pan und Fortuna mischt auch Ceres mit.

Merwan streut immer wieder Szenen von Demonstrationen oder beginnenden Unruhen ein, um daran zu erinnern, wie sich die Machtverteilung in der Region darstellt. Bei aller Ernsthaftigkeit gibt es stets humorvolle Einwürfe, da verzeiht man auch den einen oder anderen etwas zu flapsigen Dialog.

Fazit:

„Mechanica Caelestium“ ist 200 Seiten furioser, temporeicher und spannender Comic-Spaß mit Herz - und das in toller, wertiger Ausstattung. Für mich eines der Comic-Highlights des Jahres.

Mechanica Caelestium

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