Couch-Wertung

7
Story
Zeichnung

Story

Für mich sind zu viele Fragen offengeblieben. Zusammen mit den sehr oberflächlichen Figuren hat das dazu geführt, dass ich der Story gegenüber zum Ende hin etwas gleichgültig geworden bin.

Zeichnung

„Hässlicher“ Zeichenstil, der sehr gut zum wilden Setting im Amazonas passt. Die schwarz-weißen Bilder bringen die jeweilige Stimmung sehr gut rüber.

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Nina Pimentel Lechthoff
Genre-Mix im Dschungel

Comic-Rezension von Nina Pimentel Lechthoff Dez 2019

Wilder Amazonas

Im Amazonas ist es stickig, schwül und heiß. Das Leben dort ist nicht leicht, was aber nicht nur am Wetter liegt. Der Urwald ist ein dicht bewachsener Irrgarten voller umherschleichender Schatten. Um in dieser Welt zu überleben, muss man mit allen Wassern gewaschen und ein bisschen verrückt sein. Matos, von Beruf Flussfahrer, gehört zu der Sorte von Menschen, die dafür geboren sind, im Amazonas zu (über)leben. Als er und seine Crew einen mysteriösen Passagier und seinen Koffer befördern sollen, stellt Matos nur eine Frage: Wie sieht die Bezahlung aus? Und weil diese stimmt, macht sich Matos mit seiner Crew und einigen anderen Passagieren auf den Weg nach Monte Bocho.

Ein grüner Urwald in Schwarz-weiß

Außer im Einband ist kein Fleckchen Farbe in „Der Ziegensauger“ zu sehen.  Das ist einerseits schade, denn das Cover sieht echt sehr gut aus, vor allem die verschiedenen Grüntöne vermitteln einen sehr mysteriösen Eindruck, und das ergibt zusammen mit den blutroten Augen der Kreatur eine sehr schöne Horror-Stimmung. Doch ich muss ganz ehrlich sagen, zum Glück ist der Comic farblos. Denn ich war schon so manchmal etwas überfordert von den Zeichnungen von Thomas Wellmann. Das meine ich aber auf keinen Fall im negativen Sinne, denn mir haben die sehr wuseligen Bilder sehr gut gefallen. Die Stadt wirkt sehr laut und belebt, der Urwald kommt lebendig und voller Geheimnisse rüber. Farbe hätte die Bilder meiner Meinung nach unnötig komplizierter gemacht. Außerdem haben die farblosen Bilder den netten Nebeneffekt, dass aus „Der Ziegensauger“ ein wunderbares Ausmalheft für Erwachsene gemacht werden könnte.

Oh, wie ist das (nicht) schön!

Was ich an den Zeichnungen von „Der Ziegensauger“ am meisten schätze ist der Hang zum Hässlichen. Die Figuren sehen alle sehr individuell aus, schön sind sie aber ganz und gar nicht. Dem ganzen Comic haftet etwas Schmutziges an. Die Zeichnungen sehen aus, als wären sie schnell mit einem Fineliner gemalt worden, sogar die Panelränder sind handgezeichnet.

Bilder hui, Story eher naja

Mir gefallen die „hässlichen“ schwarz-weiß Bilder, die sehr gut zum wilden Setting passen. Womit ich leider weniger anfangen konnte ist die Story. Sie hält für mich nicht, was sie am Anfang verspricht. Wo die Geschichte zu Beginn sehr mysteriös ist und richtig coole Orte präsentiert, ist das Ende für mich zu abrupt. Die Figuren sind wenig ausgearbeitet, sodass sie mir relativ egal waren. Auch die große Actionsequenz zum Ende hin hat – obwohl sie richtig gut aussieht – zu wenig Sinn gemacht. Wer sind diese Leute, warum sind sie hinter den anderen her? Viel zu viele Fragen sind bei mir offengeblieben, was wiederrum dazu geführt hat, dass der Twist am Ende nicht den Effekt hatte, den er sollte.

Fazit:

Ich bin ein bisschen enttäuscht von „Der Ziegensauger“. Nachdem ich sehr gerne „Pimo und Rex“ von Thomas Wellmann gelesen hatte, wollte ich unbedingt auch seine anderen Comics lesen. Wo mir aber bei dem anderen Comic die absurde Geschichte sehr gut gefallen hat, konnte ich mit der von „Der Ziegensauger“ nicht viel anfangen. Dafür hat mir der Zeichenstil unheimlich gut gefallen.

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