Creepy – Gesamtausgabe (Bernie Wrightson)

Erschienen: August 2014

Couch-Wertung

10
Story
Zeichnung

Story

Genau das was man bei einem solchen Sammelband erwartet. Etwas Grusel, etwas Trash und viel Spaß beim Lesen.

Zeichnung

Die Zeichnungen von Wrightson sind schwer zu übertrumpfen. Er beherrschte Sein Handwerk und hinterließ einen Meilenstein in der Comicgeschichte.

Leser-Wertung

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Niklas Ellersiek
Zeitloses Grauen

Comic-Rezension von Niklas Ellersiek Mär 2018

Eine Liebeserklärung an ein Lebenswerk: Dieser Sammelband enthält alle Kurzgeschichten von Bernie Wrightson die für die Gruselmagazine Creepy und Eerie entstanden sind. Ohne zu übertreiben, lässt sich sagen, dass jede dieser Kurzgeschichten einen Meilenstein in der Geschichte der Horrorcomics setzt.

Bernie Wrightson ist einer der Comiczeichner dessen Werke sicherlich auch noch lange über seinen Tod hinaus junge Künstler inspirieren werden. Als er 2017 starb hinterließ er eine große Lücke in der Szene.
Neben seiner Arbeit für DC und Marvel wurde er vor allem durch die Erschaffung des Swamp Thing berühmt. Die Herzen der Fans flogen ihm aber vor allem wegen seiner Arbeit bei dem Verlag „Warren Publishing“ zu. Hier zeichnete er für die Horrorcomics Creepy und Eerie. Dabei arbeitete er mit Künstlern zusammen, die heute zu den Stars der Szene gehören. So wie den bekannten Autoren Bruce Jones. Der Selbige schrieb auch das Vorwort in dieser Sammelausgabe. In dieser Lobrede auf Wrightson, wird deutlich, dass dieser sehr viel Herzblut in seiner Arbeit gelassen hat. Auf keinen Fall sind diese Comics aus reinem Profitinteresse entstanden. Abgesehen davon scheint er ein Mensch gewesen zu sein, der ein hohes Ansehen bei seinen Kollegen genoss.
Welche Bedeutung er für die Horrorszene hatte, zeigt auch die Geste des Senders „AMC“. In der Zombieserie „The Walking Dead“ wird die letzte Folge der siebten Staffel Bernie Wrightson gewidmet.

Beständige Gänsehaut ist garantiert

Die Comicmagazine „Creepy“ und „Eerie“ sind keine Unbekannten in der Horrorliteratur. Im Aufbau ähneln sie sehr anderen Heften aus derselben Sparte. Vergleichbar mit „Tales from the Crypt“, gibt es auch hier einen Gastgeber der die Geschichten einleitet. In diesem Fall ist das eben Creepy oder sein Cousin Eerie.
Die Geschichten sind sicherlich nicht immer Meisterwerke und eher als leichte Literatur zu bezeichnen. Doch erwartet der Leser in der Regel bei einem Sammelband von Horrorkurzgeschichten nicht viel mehr. In sich erfüllen die Geschichten aber absolut ihren Zweck und liefern dem Leser eine beständige Gänsehaut. Mal weisen die Storys etwas Humor auf, mal sind sie überraschend ernst. In manchen Fällen kann man sogar eine poetische Ader erkennen. So findet auch eine fantastische Adaption von Edgar Allan Poes „The Black Cat“ Platz in diesem Band.

Bernie Wrightson war ein Ausnahmezeichner

Dieser Sammelband ist ein Mix aus zwölf Horrorstorys. Bis auf die letzte Geschichte sind alle Comics in schwarz-weiß gehalten. Das war auch schon in den originalen Comics aus dem Warren Verlag der Fall. Wrightson war ein Meister auf diesem Gebiet und erschafft mit dieser limitierten Farbpalette erstaunliche Szenarios aus Licht und Schatten. Teilweise behilft er sich mit verdünnter Tusche oder Graphit um einige Graustufen in seine Bilder zu holen. Dadurch erhalten seine Bilder etwas mehr Tiefe und Volumen.
Wrightson kann nicht einfach nur zeichnen, er beherrscht die Technik mit Pinsel und Feder zu tuschen perfekt. Seine Linien und Schraffuren sind nicht nur sicher gesetzt sondern auch sehr dynamisch. Es bleibt nur zu erahnen mit welcher Geschwindigkeit Wrightson seine Werke zeichnete. Am Ende des Buches findet sich auch noch ein kleiner Cover Teil, in dem die Gastgeber der Geschichten Creepy und Eerie, in die jeweilige Geschichte einführen. Hier findet sich auch eine Zeichnung von Wrightson die er noch als siebzehnjähriger Fan für das Creepy Magazin gezeichnet hat. Allein diese Skizze dürfte so manchem Illustrator die Tränen in die Augen treiben und deutlich machen, welche Fähigkeiten der Ausnahmezeichner schon in jungen Jahren hatte.

Fazit:

Der Sammelband um die „Creepy-Geschichten“  von Bernie Wrightson sollte jeden Horror- und Comicfan erfreuen. Man kann zwar keine hochkarätige Literatur erwarten, dafür aber unglaubliche Tuschezeichnungen. Die Geschichten versprühen ihren eigenen Charme und bereiten beim Lesen viel Freude. Viel mehr bleibt bei einem Künstler dieses Kalibers auch nicht zu sagen. Eine absolute Kaufempfehlung.

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