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Story
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Story

Vor geschichtlichen Hintergrund wird die Geschichte eines Jungen erzählt, der sein Leben der Tradition der Familie unterstellen und in einer Gesellschaft, die unbarmherzige Justizmethoden einfordert, seinen vorbestimmten Weg gehen soll.

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„Innocent“ sieht fantastisch aus! Sakamoto spart nicht an Details. Das trägt sehr zum authentischen Flair bei.

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André C. Schmechta
Schicksal, Tradition und eine tragische Liebe

Comic-Rezension von André C. Schmechta Sep 2018

Charles-Henri Sanson soll das Erbe seines Vaters antreten und neuer Scharfrichter von Paris werden. Das widerstrebt dem erst vierzehnjährigen Jungen. Er möchte nicht das leidvolle Blutvergießen fortsetzen und stellt sich damit gegen die Familientradition. Doch als sein Vater krank wird, scheint sein Schicksal besiegelt...

Der Auftakt der Manga-Reihe „Innocent“ spielt in Paris im Jahr 1753. Charles-Henri Sanson war eine tatsächlich existierende Figur in der Zeit der französischen Revolution und Henker in Paris. Shin'ichi Sakamoto erzählt vor diesem geschichtlichen Hintergrund die Geschichte eben dieses Jungen, der sein Leben der Tradition der Familie unterstellen und in einer Gesellschaft, die unbarmherzige Justizmethoden einfordert, seinen vorbestimmten Weg gehen soll.

Authentisches Flair

„Innocent“ sieht fantastisch aus! Sakamoto spart nicht an Details. Räume und Gebäude sind üppig ausgestattet. Akribisch geht er auch bei einzelnen Gegenständen, Kleidungsstücken und Verzierungen vor. Das trägt sehr zum authentischen Flair bei.

Häufig erzählen sogar nur die Bilder. Großzügig spannt Sakamoto diese auch mal über eine Doppelseite. Ganzseitige Porträts seiner Protagonisten lassen diese ganz nahe kommen und ihnen im wahrsten Sinne des Wortes tief in die Augen blicken. Und diese sind stets erfüllt von...

... Liebe, Leid und Schmerz

Die besondere Intensität erhält „Innocent“ natürlich vor allem durch die Tragik ihrer Figuren. Wenn Charles-Henri von seinem Vater erbarmungslos - über mehrere Seiten - gefoltert wird, um ihm das Versprechen abzuringen, die Tradition der Familie fortzuführen, dann lässt das den Leser ganz sicher nicht kalt. Das Familienoberhaupt macht klar, was es von allzu verweichlichten Erwiderungen hält: „Meinen Sohn Baptiste ließ ich schon mit sieben Jahren rohe Haut abziehen.“ Auch wenn es nicht allzu blutrünstig zugeht, ist „Innocent“ gerade in diesen Szenen nichts für zart besaitete Leser.

Dann ist da noch die besondere Begegnung von Charles-Henri mit Jean, dem Sohn des Graf de Chartois. In Rückblenden sehen wir das Aufeinandertreffen der beiden: Zärtlichkeiten in der Natur und das Aufblühen der ersten Liebe.

Natürlich durchzieht damit auch ein Hauch von Boys-Love diesen Manga. Durch die sehr feminine Anmutung kommt die Verletzlichkeit der Figuren noch stärker zum Ausdruck. Und so spielt „Innocent“ bewusst mit diesem emotionalen Spannungsfeld aus forderndem gesellschaftlichen Umfeld und eben dieser Zartheit, der Sehnsucht nach Zuneigung, nach Würde und Selbstbestimmung.

Dem unheilvollen Ende entgegen

„Wenn du dich als nächstes Oberhaupt unserer Familie als nutzlos erweist, wird unsere Familie mit allen 50 Bediensteten an den Bettelstab kommen!!“ Auch die Mutter von Charles-Henri stellt klar, was auf dem Spiel steht. Für die Familie steht fest: Charles-Henri Sanson wird der Nachfolger seines Vaters und neuer Scharfrichter von Paris.

Ausgerechnet bei einem Bankette am Hofe von Graf de Chartois soll Charles-Henri mit seiner ersten Enthauptung unter Beweis stellen, das Erbe seines Vaters übernehmen zu können. Und der Graf wählt ein ganz besonderes Opfer: Seinen eigenen Sohn, Jean!

Fazit:

Band 1 der Manga-Reihe „Innocent“ ist ein atmosphärisch dichtes und künstlerisch eindrucksvoll inszeniertes Drama vor historischem Hintergrund. 6 Bände sind bereits bei Tokyopop erschienen.

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