Die Seuche - Bd.1: Valnes

Erschienen: September 2008

Couch-Wertung

8
Story
Zeichnung

Story

Die straffe Handlung ist spannend erzählt und es gibt eine Vielzahl interessanter Figuren, welche die Facetten der Völker nachvollziehbar charakterisieren.

Zeichnung

Malerische Landschaften, stimmungsvolle Schauplätze mit überaus gelungener Kolorierung schaffen die perfekte Atmosphäre, um schnell in das Abenteuer eintauchen zu können.

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André C. Schmechta
Drei Völker im Kampf gegen eine schwere Krankheit - und gegen ihre kulturellen Unterschiede.

Comic-Rezension von André C. Schmechta Dez 2017

In einem kleinen Dorf muss der Junge Jautry – Mitglied des Volkes der Oldis - miterleben, wie eine schwere Krankheit um sich greift. Sein älterer Bruder ist bereits an den Folgen verstorben, als Jautry noch nicht geboren war. Doch nun trifft es auch seinen jüngeren Bruder Kaury. Die Verzweiflung und der Schmerz über dessen Tod  sind entsprechend groß. Die Angst, dass immer mehr Menschen Opfer der Krankheit werden, ist allgegenwärtig.

Die Ereignisse spitzen sich zu, als ein Mitglied des Stammes der Borun tot an die Fluß-Ufer des Dorfes gespült wird. Eine kleine Gruppe von Borun überfällt daraufhin das Dorf. Sie töten einen Oldis und entwenden die aufgebahrte Leiche. Unter Führung von Jautrys Mutter – Valnes - nehmen die Oldis die Verfolgung auf. Es kommt zu einem erbitterten Kampf, bei dem die Oldis unterliegen und gefangen genommen werden.

Im Lager der Borun werden die Oldis beschuldigt, den Stammesgenossen getötet zu haben. Während der Vernehmung wird offensichtlich, dass auch die Borun von der Seuche betroffen sind und ihrerseits das Volk der Albinth beschuldigen, den Fluß verseucht und so die Krankheit ausgelöst zu haben. Nach hitziger Diskussion siegt die Vernunft. Der Älteste der Borun spricht die Gefangenen frei. Borun und Oldis beschließen gemeinsam zu den Albinth aufzubrechen...

Von Bräuchen und Ritualen

Gleich der emotionale und schonungslose Einstieg in das Auftakt-Abenteuer der dreibändigen Reihe nimmt den Leser gefangen. Schnell wird das dramatische Ausmaß der Seuche deutlich. Opfer gibt es bei allen Völkern zu beklagen – ob Oldis, Borun und auch Albinth, wie wir im weiteren Verlauf der Geschichte erfahren. Dieser Umstand führt die drei Völker zusammen.

Doch auch wenn die Bekämpfung der Seuche ein gemeinsames Ziel ist, die kulturellen Unterschiede sind groß! Und so liegt der besondere Reiz der Geschichte genau in diesem fragilen Spannungsfeld zwischen vorsichtiger Annäherung und Verständigung, gemeinsamer Unterstützung, Missverständnissen und Ablehnung. Eben noch standen Borun und Oldis Seite an Seite im Kampf gegen wilde Geschöpfe, da irritiert das aus Sicht der Borun untreue Verhalten der Oldis in Sachen Partnerschaft.

Es sind Valnes und der Kaliam, der Älteste der Borun, die das stärkste Bindeglied der Völker darstellen. Sie agieren mit Um- und Weitsicht. Doch mit den Albinth kommt schließlich ein neuer „Bündinspartner“ hinzu, der mit einem fragwürdigen Ritual das gemeinsame Unterfangen auf eine äußerst harte Probe stellt…

Spannend und facettenreich inszeniert

Lediglich 48 Seiten fasst Band 1 der Trilogie „Die Seuche“. Und dennoch gelingt es Jean-Charles Gaudin trotz vermeintlicher Kürze viel Tiefe in die Erzählung zu bringen. Die straffe Handlung ist spannend erzählt und es gibt eine Vielzahl interessanter Figuren, welche die Facetten der Völker nachvollziehbar charakterisieren. Die mutige und sympathische Valnes – Namensgeberin des ersten Bandes – übernimmt dabei eine tragende Rolle. Aber auch der Junge Jautry und der lebenserfahrene, reife Kaliam sind starke Identitätsfiguren.

Frédéric Peynet gestaltet das passende Setting. Malerische Landschaften, stimmungsvolle Schauplätze und Umgebungen mit überaus gelungener Kolorierung schaffen die perfekte Atmosphäre, um schnell in das Abenteuer eintauchen zu können. Details stellen die Unterschiede der Völker heraus. Seien es Statur, Kleidung oder Frisuren, Waffen oder Werkzeuge oder auch Fortbewegungsmittel: Das Pferd bei den Oldis und eine Art Flugdrachen bei den Borun. Letztere verleihen der Geschichte einen leichten Fantasy-Touch in einer ansonsten realistisch anmutenden Welt. Einzig das Cover will nicht so richtig passen und vermittelt einen etwas falschen Eindruck von Handlung und Ausstattung.

Fazit

Das Ende von „Die Seuche – Bd. 1: Valnes“ zeigt mit aller Deutlichkeit, welche möglicherweis unüberbrückbaren Hindernisse durch kulturelle Unterschiede entstehen könnten. Und so lässt ein effektvoller Cliffhanger den Leser mit der zentralen Frage zurück: Können Oldis, Borun und Albinth noch immer weiter gemeinsam dem Ursprung der Seuche auf den Grund gehen?

Jean-Charles Gaudin und Frédéric Peynet inszenieren ein lesenswertes, aufregendes Abenteuer um drei Völker, die vereint gegen ein schwere Krankheit antreten möchten, aber stets einen weiteren Gegner zwischen sich stehen haben: ihre Identität.

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