Androiden – 04: Kielkos Tränen

Erschienen: September 2018

Couch-Wertung

8
Story
Zeichnung

Story

Autor Jean-Charles Gaudin erzählt eine spannende Science-Fiction-Geschichte, dessen Intensität sich langsam, aber stetig entfaltet.

Zeichnung

Atmosphärisch gelungen in Szene gesetzt. Mit einigen raffinierten Übergängen werden Sequenzen dramaturgisch geschickt verknüpft. Insbesondere, wenn Viska mutiger mit Perspektiven umgeht, bekommt der Comic einen leicht düsteren Thriller-Touch.

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André C. Schmechta
Kann ein Roboter menschliche Gefühle entwickeln?

Comic-Rezension von André C. Schmechta Aug 2018

Familienleben in der Welt von Morgen

Los Angeles im Jahr 2037. Kielko ist ein High-Tech Androide und lebt schon seit einiger Zeit bei den Morgans. Die dreiköpfige, wohlhabende Familie schätzt seine vielfältigen Dienste und die Unterstützung im Alltag. Doch Kielko interessiert sich mehr und mehr für das gesamte Spektrum menschlicher Gefühle.

Sohn Kylian jedenfalls ist begeistert, findet er in dem Androiden auch einen freundschaftlichen Gefährten. Dorothy Morgan ist die Nähe von Kielko hingegen manchmal ein wenig zu viel. So fordert sie von ihrem Mann Grady, die Regenierungsstation des Androiden weiter außer Sichtweite des normalen Wohnumfeldes - insbesondere des Schlafzimmers - zu platzieren.

Grady Morgan, ebenso wie seine Frau attraktiv und erfolgreich, kann trotz - oder gerade wegen - der luxuriösen Familienidylle so mancher Affäre und erotischem Abenteuer nicht widerstehen. Das wird ihm eines Tages zum Verhängnis und er wird erpresst. Mit Kielko wähnt er einen Verbündeten an seiner Seite, der seine Schritte deckt. Doch die Motive für Kielkos Unterstützung sind noch ganz andere, wie sich aber erst später herausstellen wird.

Nach einem brutalen Mord überschlagen sich die Ereignisse...

Logik, Analyse und das Geheimnis menschlichen Lebens

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Kielko erzählt. Seine Gedanken und Ausführungen sind zunächst geprägt von Analyse und Logik. Erlebtes ordnet er entsprechend seiner Systemverbesserung zu. Auch die Fähigkeit zur Konversation mit Menschen erklärt er nüchtern mit Programmroutinen.

Aber es wächst auch eine andere Seite in Kielko. Seine Faszination für das menschliche Leben, die Bedeutung von Gefühlen, Blut und weitere Körperflüssigkeiten nehmen immer mehr Raum im Gedankenspiel des Androiden ein. So folgen seine neugierigen Blicke oft nackter Haut oder nehmen eine blutende Wunde in den Fokus. Auch wenn es zunächst unbemerkt bleibt, seine Aufmerksamkeit lässt gelegentlich nach. Schließlich beginnt er, Grenzen zu überschreiten und Sicherheitssysteme zu umgehen. Er möchte tiefer in die Geheimnisse menschlichen Lebens eintauchen.

Futuristisches Setting mit Thriller-Touch

Der in Neapel geborene Zeichner Viska - mit vollem Namen Vincenzo Frederici - setzt „Kielkos Tränen“ atmosphärisch gelungen in Szene. Mit einigen raffinierten Übergängen werden Sequenzen dramaturgisch geschickt verknüpft. Insbesondere, wenn Viska mutiger mit Perspektiven umgeht, bekommt der Comic einen leicht düsteren Thriller-Touch.

Autor Jean-Charles Gaudin, dessen Auftaktband zur Abenteuer-Fantasy-Reihe „Die Seuche“ mir schon gut gefallen hat, erzählt eine spannende Science-Fiction-Geschichte, dessen Intensität sich langsam, aber stetig entfaltet. Zum Ende zieht das Tempo merklich an. Dorothy erfährt von den Affären ihres Mannes, der zudem des Mordes beschuldigt wird. Das harmonische Zusammenleben der Familie Morgan droht zu zerbrechen und mitten drin im Mix der menschlichen Gefühle aus Freundschaft, Liebe, Betrug, Sex und Gewalt - Androide Kielko.

Fazit:

Kann ein Roboter menschliche Gefühle entwickeln? Autor Jean-Charles Gaudin und Zeichner Viska entwickeln um dieses klassische Science Fiction Motiv einen kurzweiligen und spannenden Comic mit Thriller-Elementen. Auch wenn der - zugegeben unerwartete - Plot ein wenig konstruiert erscheint, zählt „Kielkos Tränen“ neben Band 2 für mich zu den stärksten der Reihe.

Damit ist der 4-bändige Zyklus von „Androiden“ abgeschlossen. Ein weiterer Zyklus ist noch nicht angekündigt.

Androiden – 04: Kielkos Tränen

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