A House Divided 1: Ein gefährliches Erbe

Erschienen: Mai 2016

Couch-Wertung

5
Story
Zeichnung

Story

Trotz vielversprechendem Anfang verliert sich die Story im weiteren Verlauf und lässt eine stimmige Dramaturgie und einen gelungenen Plot vermissen.

Zeichnung

Stimmungsvoll vor allem durch die ansprechende Kolorierung.

Leser-Wertung

-
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André C. Schmechta
A story divided.

Comic-Rezension von André C. Schmechta Feb 2018

Henrietta Achilles erbt das Haus ihres ihr bis dato unbekannten Onkels mit dem seltsamen Namen Ornun Zol. Doch es ist nicht irgendein Haus, dessen neue Besitzerin sie wird und ihr Onkel war auch offenbar nicht irgendein Onkel...

Aber fangen wir mit dem Haus an. Dieses entpuppt sich zunächst als riesiges Gebäude, das wie ein gigantischer Turm in den Himmel ragt. Und auch im Inneren ist es nicht minder beeindruckend. Damit nicht genug. In dem Haus bekämpfen sich Banditen, Soldaten und andere merkwürdige Gestalten und richten dabei ein ordentliches Chaos an. Da ist zum Beispiel Nate Flemming, der Freiheitskämpfer oder Kornelius, der Koboldkönig. Ihre Fehde hat natürlich einen Grund: Sie alle sind versessen darauf, eine Geheimkammer zu finden. Eine Geheimkammer, in der es möglicherweise einen Schatz gibt. Und damit zum Onkel. Denn dieser war offenbar ein Magier. Und der besagte Schatz? Könnte eine mystische Waffe sein, die seinerzeit den Ausgang des Krieges beeinflusst hat. Doch von alldem ahnt Henrietta, die ihre Eltern im Krieg verloren hat und seitdem im Waisenhaus gelebt hat, nichts. Und so beginnt für sie ein überaus turbulentes Abenteuer...

Vielversprechender Start...

Der Einstieg in das Fantasy-Abenteuer ist stimmungsvoll inszeniert und hat mich sofort neugierig gemacht. Die Geschichte erzeugt viel geheimnisvolles Flair und Henrietta ist eine sympathische Identifikationsfigur. Ihren Weg vom Waisenhaus zum Erbe verfolgen wir daher gebannt. Beim ersten Zwischenstopp im Dorf Malrenard verhält sich nicht nur der Bürgermeister etwas merkwürdig. Auch die Bewohner scheinen mehr zu wissen, als sie offen sagen wollen. Bis hier kommt durchaus “Disney-Feeling” auf - und das ist positiv gemeint. Dazu tragen vor allem auch die Zeichnungen mit stimmungsvoller Kolorierung von Marius Pawlitza bei. Es ist nicht schwer sich hier einen abendfüllenden Zeichentrickfilm vorzustellen.

... enttäuschender Verlauf.

Leider beginnt die Geschichte genau in dem Moment zu schwächeln, als Henrietta erstmals das Haus betritt. Zunächst überwältigt und sprachlos vom Anblick des gigantischen Hauses, stürmt ein wahres Durcheinander an Charakteren auf Henrietta und damit auch auf den Leser ein. Zwar ist nun reichlich Tempo und Action angesagt, wenn die zahlreichen Widersacher aufeinander losgehen, doch Henrietta scheint in diesem Tumult verloren und die Geschichte wirkt im weiteren Verlauf sprunghaft und haltlos. Keiner der weiteren Charaktere entwickelt sich daraufhin als eine echte Sympathiefigur oder vermag die Neugierde spürbar auf sich zu ziehen. Dafür fehlt es insgesamt an Charakterisierung und Profil.

So verliert sich der Spannungsbogen in einer mit allen möglichen Zutaten und Ideen gespickten Erzählung, bei der auch der bemühte Humor für mich nicht wirklich zündet. Dieser Umstand dürfte es auch dem jüngeren Publikum schwer machen, Zugang zu finden. Natürlich gibt einzelne gelungene Szenen und auch wenn immer wieder durchaus Potential durchschimmert – etwa, als nachts ein tierisches Wesen in Erscheinung tritt und offensichtlich eine Verbindung zu Henriettas Vergangenheit offenbart - der anfängliche Charme ist dahin.

Fazit:

Schade, nach dem so stimmungsvollen Auftakt habe ich einfach einen anderen Verlauf der Geschichte erwartet oder zumindest erhofft. Und so endet das Abenteuer für mich insgesamt enttäuschend. Haiko Hörnig und Marius Pawlitza wollen für meinen Geschmack von allem zu viel und verlieren den Blick für das Wesentliche: eine stimmige Dramaturgie und einen gelungenen Plot. Da wirkt dann auch die Idee mit einer Quiche, die eine Rolle in der Geschichte spielt und zu der es am Ende noch ein Rezept gibt, eher aufgesetzt. Ob der im Mai erscheinende 2. Band wieder Boden gut machen und die vielen offenen Fragen des ersten Teils beantworten kann?

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